Aldi Süd baut 1.250 Stellen am Hauptsitz ab – IT-Strategie wird neu ausgerichtet
Philipp SchulteAldi Süd baut 1.250 Stellen am Hauptsitz ab – IT-Strategie wird neu ausgerichtet
Aldi Süd kündigt Abbau von 1.250 Stellen am Hauptsitz in Mülheim an der Ruhr an
Die Kürzungen betreffen vor allem den Digitalbereich Aldi DX, da der Discounter seine IT-Strategie neu ausrichtet. Über 1.000 Arbeitsplätze in der Digitalabteilung sind von den Veränderungen betroffen.
Die Supermarktkette hatte ihre IT-Sparte zuvor auf mehr als 4.000 Mitarbeiter ausgebaut. Nun plant das Unternehmen, künftige Projekte mit deutlich weniger eigenem Personal umzusetzen. Stattdessen wird Aldi Süd Teile seiner Technologieoperationen an externe Partner auslagern.
Aldi DX war im November 2024 gestartet worden, um unter dem Projektnamen AHEAD ein standardisiertes globales IT-System aufzubauen. Trotz dieser ehrgeizigen Pläne hat sich das Unternehmen nun für einen Personalabbau entschieden – allerdings ohne betriebsbedingte Kündigungen. Den Beschäftigten werden stattdessen freiwillige Abfindungsprogramme angeboten.
Ab November 2025 wird der indische IT-Dienstleister Tata Consultancy Services seine Zusammenarbeit mit Aldi Süd intensivieren. Wie Abhijit Niyogi, ein Manager von Tata, erläuterte, zielt das Projekt darauf ab, Aldis Technologie zu vereinfachen, die Effizienz zu steigern und das Unternehmen flexibler auf Marktveränderungen reagieren zu lassen. Auch die internationale Beschaffungssparte Aldi International Services wird im Rahmen der Umstrukturierung Stellen abbauen.
Die Änderungen bedeuten, dass Aldi Süd künftig stärker auf externe Anbieter für seine IT-Bedürfnisse setzen wird. Das Unternehmen schließt betriebsbedingte Entlassungen aus und setzt auf freiwillige Abgänge. Die Partnerschaft mit Tata Consultancy Services wird eine zentrale Rolle im Transformationsprozess spielen.






