13 March 2026, 22:18

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie

Ein Denkmal in einem Park mit einer Tafel, auf der "Denkmal für die Opfer der Tschernobyl-Katastrophe" steht, umgeben von Gras, trockenen Blättern, einem Weg, Bäumen, Pflanzen, einem Straßenpfahl, Gebäuden und einem bewölkten Himmel.

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie

Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk

Auf einer stillgelegten Mülldeponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großes Solarpark-Projekt. Der Kreis Borken hat grünes Licht für das Vorhaben gegeben, das brachliegendes Gelände in eine erneuerbare Energiequelle verwandeln soll. Die Verantwortlichen erhoffen sich zudem langfristig eine Senkung der Abfallentsorgungskosten für die Haushalte in der Region.

Die Deponie, die dem Kreis Borken und der Stadt Ahaus gemeinsam gehört, ist seit Jahren außer Betrieb. Zwar setzt sich der Untergrund noch – was klassische Bebauung erschwert –, doch für die Installation von Solarmodulen ist das Gelände stabil genug. Diese Besonderheit macht den Standort ideal für die Nutzung erneuerbarer Energien.

Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWM) wird das Projekt leiten. Neben der Stromerzeugung durch Solarenergie sind auch Pläne für die Energiespeicherung vorgesehen: Überschüssiger Windstrom soll dort zwischengespeichert werden können. Um staatliche Fördergelder zu erhalten, muss der Solarpark bis Mitte 2025 vollständig in Betrieb sein.

Ein wichtiger Vorteil könnte die finanzielle Entlastung der Bürger sein: Die Einnahmen aus dem Solarpark könnten einen Teil der jährlichen Unterhaltskosten der Deponie decken und so die Abfallgebühren für die Steuerzahler vor Ort senken.

Das Projekt markiert einen Wandel von der Abfallwirtschaft zur Energieerzeugung in der Region. Wird es wie geplant fertiggestellt, trägt der Solarpark zur Erfüllung der lokalen Klimaziele bei. Zudem setzt die Initiative ein Zeichen für die Nachnutzung stillgelegter Deponien in ganz Nordrhein-Westfalen.

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