Bergisch Gladbach startet "Bauturbo" gegen akute Wohnungsnot in der Stadt
Anton MeyerBergisch Gladbach startet "Bauturbo" gegen akute Wohnungsnot in der Stadt
Bergisch Gladbach geht mit einer Reihe neuer Bauprojekte gegen den Wohnungsmangel in der Stadt vor. Der städtische Ausschuss für Stadtplanung wird in Kürze mehrere große Vorhaben prüfen, die im Rahmen der neuen „Bauturbo“-Schnellverfahren eingereicht wurden. Diese sollen den Bau beschleunigen und den dringenden Bedarf an Wohnraum decken.
Trotz verfügbarer Grundstücke bleibt die Wohnungsnot akut, da strenge Bebauungsvorschriften viele Flächen ungenutzt lassen. Um dies zu ändern, haben die Verantwortlichen das „Bauturbo“-Programm eingeführt, um stockende Projekte voranzutreiben.
Zu den Plänen gehört ein Vorhaben der BIG Bensberg GmbH, das Schloss Center zu erweitern. Dabei soll das bestehende Parkdeck abgerissen und durch drei neue Geschosse mit 59 barrierearmen Wohnungen ersetzt werden. Die Stadtverwaltung unterstützt dies als praktische Lösung, um die Bebauungsdichte im Einklang mit den städtischen Zielen zu erhöhen.
Ein weiteres Projekt betrifft die ehemalige Schlosserei Rodenbach an der Rommerscheider Straße. Hier sollen ein zweigeschossiges Gebäude, zwei dreigeschossige Wohnblocks sowie eine Tiefgarage entstehen. Obwohl die geplante Höhe die ursprünglichen Vorgaben überschreitet, wird das Vorhaben im Rahmen des „Bauturbo“-Verfahrens gefördert.
Auch die Grenzland Bau plant einen neuen Wohnblock auf dem ehemaligen Cox-Industriegelände an der Paffrather Straße. Dort entstehen 19 Wohnungen und sieben Einzelgaragen. Zudem wird in einer informellen Anfrage ein Gebäude mit acht Wohneinheiten an der Kreuzung Im Pippelstein/Lachsweg im Stadtteil Lustheide diskutiert.
Die Erweiterung des Kalköfen Carrée hat ebenfalls grünes Licht von der Stadt erhalten. Die Verantwortlichen erwarten, dass das lang brache Innenstadtareal dadurch wiederbelebt wird und der Wohnungsdruck gemindert werden kann.
Diese Projekte, ermöglicht durch die „Bauturbo“-Regelungen, sollen in Bergisch Gladbach zusätzlichen Wohnraum schaffen. Die Stadt hofft, durch die bessere Nutzung bestehender Flächen die Wohnungsnot zu lindern. Die endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen liegt beim Ausschuss für Stadtplanung.






