Bergisch Gladbach will Gewerbeflächen im Industriegebiet West sichern – mit Vorkaufsrecht gegen Flächenverlust
Lina SchmidtBergisch Gladbach will Gewerbeflächen im Industriegebiet West sichern – mit Vorkaufsrecht gegen Flächenverlust
Die Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach hat eine neue Verordnung vorgeschlagen, um Gewerbeflächen im Industriegebiet West zu sichern. Die Maßnahme zielt darauf ab, die begrenzten Betriebsflächen zu schützen und die Arbeitsplatzchancen zu verbessern. Sie umfasst ein Vorkaufsrecht für zentrale Teile des Gebiets, darunter das Gelände von Saint-Gobain Isover.
Der Entwurf betrifft eine 18,8 Hektar große Fläche zwischen der Innenstadt und Gronau. Dazu gehören das 11 Hektar umfassende Saint-Gobain-Isover-Gelände sowie Flächen in der Nähe der Britannia Hütte und der Hermann-Löns-Straße. Die Stadt könnte das Isover-Areal bei Bedarf erwerben, auch wenn Saint-Gobain derzeit keine Verkaufspläne hat und weiterhin in den Standort investiert.
Das Saint-Gobain-Isover-Gelände nimmt eine zentrale Position in Bergisch Gladbach ein. Mit etwa der halben Größe des Zanders-Komplexes liegen Teile davon derzeit brach oder sind nur unzureichend erschlossen. Die Beschäftigtenzahl auf dem Gelände schwankte in den letzten Jahren stark: Sie sank von 220 auf 60, bevor sie leicht auf 75 anstieg.
Die Verordnung würde es der Stadt ermöglichen, einzugreifen und Flächen zu erwerben, um den Verlust von Gewerbeflächen zu verhindern. Sie fördert das langfristige Wirtschaftswachstum, indem sie sicherstellt, dass Gebiete für Unternehmen und die Schaffung von Arbeitsplätzen verfügbar bleiben. Die Maßnahme dient als Vorsorge, um die aktuelle Unterauslastung und künftige Entwicklungsbedürfnisse zu adressieren.






