Bielefeld eröffnet neues Jugendjustizzentrum gegen Jugendkriminalität
Philipp SchulteBielefeld eröffnet neues Jugendjustizzentrum gegen Jugendkriminalität
In Bielefeld hat ein neues Jugendjustizzentrum seine Türen geöffnet – die achte Einrichtung dieser Art in Nordrhein-Westfalen. Das Zentrum, das in der Nähe des Hauptbahnhofs liegt, wird jährlich etwa 50 junge Straftäter begleiten. Ziel ist es, ihnen rechtliche Grenzen zu vermitteln und durch intensive Betreuung weitere Straftaten zu verhindern.
Das erste Jugendjustizzentrum war 2009 in Köln entstanden, gefolgt von Paderborn im Jahr 2012. Mittlerweile gibt es in der Region rund 20 solche Einrichtungen, die jährlich zwischen 2.500 und 3.000 Jugendliche unterstützen. Diese Zahlen stammen aus den aktuellen Statistiken des nordrhein-westfälischen Justizministeriums für 2024/2025, wobei die genauen Zahlen von den verfügbaren Plätzen und der durchschnittlichen Verweildauer abhängen.
In Bielefeld werden Staatsanwälte, Polizei und Jugendhilfe künftig unter einem Dach eng zusammenarbeiten. Die jungen Straftäter werden individuell ausgewählt und erhalten maßgeschneiderte Förderprogramme. Ein weiteres Zentrum ist bereits in Duisburg geplant, um das Netzwerk weiter auszubauen.
Obwohl der Ansatz für seine koordinierte Vorgehensweise gelobt wird, gibt es bisher keine klaren Statistiken darüber, wie wirksam diese Zentren Kriminalität verringern oder Jugendliche nachhaltig von Rückfällen abhalten.
Das Bielefelder Zentrum ist Teil eines wachsenden Systems, das Jugendkriminalität durch Teamarbeit und zielgerichtete Unterstützung bekämpfen soll. Mit etwa 50 Teilnehmern pro Jahr setzt es auf die Zusammenarbeit von Justiz und Sozialdiensten. Die langfristige Wirkung dieser Programme muss sich jedoch noch zeigen.






