CNH-Händlernetz in Nordwestdeutschland wird radikal umstrukturiert – wer bleibt, wer geht?
Julian FrankeCNH-Händlernetz in Nordwestdeutschland wird radikal umstrukturiert – wer bleibt, wer geht?
Im Agrarmaschinenmarkt in Nordwestdeutschland zeichnen sich derzeit tiefgreifende Veränderungen ab. Langjährige CNH-Händler werden umstrukturiert – einige verlieren ihre exklusiven Vertriebsrechte, während andere unter dem Namen des Herstellers neu firmieren. Die Neuordnung folgt auf eine Reihe von Übernahmen und neuen Vertriebsvereinbarungen.
Bisher stützte sich das CNH-Händlernetz in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen vor allem auf unabhängige Betriebe. Zu den wichtigsten Namen zählten die A. Timmermann GmbH, die an mehreren Standorten New Holland und Case IH vertrieb, sowie Gronewold & Co. im Raum Oldenburg und die H. Harmeyer GmbH im Münsterland. Rund 15 bis 20 Händler waren in der Nähe landwirtschaftlicher Zentren wie Münster, Osnabrück und Oldenburg aktiv.
Im Zuge der jüngsten Umstrukturierung haben sich Lankhorst und Lankhorst Nord in CNH umbenannt und agieren nun als exklusive A-Händler für die Marken des Konzerns in der Region. Gleichzeitig hat Engbers Söhne einen langfristigen Vertrag mit Lankhorst abgeschlossen, der den weiteren Verkauf und Service von Case IH und Steyr Maschinen sichert.
Andere etablierte Händler wie ABC Bruns, Mager & Wedemeyer, Kotte Landtechnik und Agrartechnik Altenberge sind ebenfalls betroffen. ABC Bruns hat die exklusiven Vertriebsrechte für New Holland verloren, der bestehende Vertrag bleibt jedoch noch für weitere 12 Monate gültig. Während dieser Übergangsphase werden alle Händler ihren vollen Betrieb in den Bereichen Verkauf, Service und Ersatzteilversorgung aufrechterhalten.
Ungewiss bleibt die Zukunft des Deutz-Fahr-Vertriebs in der Region. Lankhorst und Lankhorst Nord werden jedoch weiterhin Serviceleistungen für Deutz-Fahr-Geräte in ihrem Vertriebsgebiet anbieten. Zwischen den Händlern und CNH laufen derzeit intensive Gespräche, offizielle Stellungnahmen gibt es bisher jedoch nicht.
Die Umstrukturierung sorgt zwar vorerst für Kontinuität in Verkauf und Service, doch die langfristigen Auswirkungen auf Handels- und Servicenetze bleiben unklar. Mit Fortschreiten der Verhandlungen und dem Abschluss neuer Vereinbarungen sind weitere Updates zu erwarten.
Broader Strategy Behind German CNH Restructuring Revealed
The German dealer shake-up follows a controversial EMEA-wide consolidation strategy. Key details include:
- Dealers expressed frustration at a 2024 meeting in Spain over brand responsibility mergers
- The restructuring reflects top-down decisions that surprised regional partners
- Dealer networks were reorganised to centralise Case IH, New Holland, and Steyr sales





