07 April 2026, 12:18

Deutschlands erstes Wasserstoffnetz versorgt Haushalte mit grüner Wärme

Eine detaillierte Strichzeichnung eines zylindrischen Wassererwärmers (Heizung) mit flachem Deckel und Boden, der an Rohre und Ventile angeschlossen ist und in einem Haus in der Mitte einer Wand steht.

Deutschlands erstes Wasserstoffnetz versorgt Haushalte mit grüner Wärme

Ein Forschungsprojekt in Deutschland hat nachgewiesen, dass bestehende Gasnetze Wasserstoff in reiner Form sicher transportieren können. In Holzwickede bei Dortmund betreibt Westnetz nun das erste Wasserstoff-Verteilnetz des Landes und versorgt drei Haushalte mit sauberer Energie. Die Initiative markiert einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Nutzung von grünem Wasserstoff in der alltäglichen Wärmeversorgung.

Das unter dem Namen H2HoWi laufende Projekt startete im Oktober 2022, als Westnetz begann, zu 100 Prozent grünen Wasserstoff durch eine umgerüstete Erdgasleitung zu leiten. Der Wasserstoff, der mit der Güteklasse 3.0 zertifiziert ist und eine Reinheit von 99,9 Prozent aufweist, wird mit einem Maximaldruck von 40 bar gespeichert. Für die Tests wurde eine Mitteldruck-Erdgasleitung abgetrennt und mit einer speziellen Wasserstoffspeichereinrichtung verbunden.

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Drei ansässige Kunden heizen ihre Häuser nun mit Weishaupt Thermo Condens-Heizkesseln, die für den Betrieb mit Wasserstoff ausgelegt sind. Zwei der Anlagen verfügen über eine Leistung von 32 Kilowatt, die dritte arbeitet mit 15 Kilowatt. Die Systeme verbrennen den reinen Wasserstoff nahezu emissionsfrei und zeigen damit eine praktische Anwendung grüner Energie im Wohnbereich auf.

Der Erfolg des Projekts bestätigt, dass bestehende Gasverteilnetze für den Transport von reinem Wasserstoff geeignet sind. Diese Erkenntnis könnte den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur beschleunigen, ohne dass vollständig neue Pipelines errichtet werden müssen.

Das Forschungsvorhaben H2HoWi hat gezeigt, dass umgerüstete Gasnetze Wasserstoff zuverlässig in Haushalte liefern können. Die drei beteiligten Haushalte nutzen nun eine emissionsfreie Heizung, die mit hochreinem grünem Wasserstoff betrieben wird. Die Ergebnisse könnten künftige Energiepolitiken und Infrastrukturmodernisierungen in ganz Deutschland prägen.

Quelle