31 March 2026, 04:15

DGB NRW warnt: Schulen brauchen dringend 156 Milliarden Euro bis 2033

Balkendiagramm, das den staatlichen und kommunalen Bildungsausgaben nach Bundesländern zeigt, mit Balken verschiedener Höhe, die die Ausgaben darstellen.

DGB fordert mehr Geld für Schulen in NRW trotz Rekordbudget - DGB NRW warnt: Schulen brauchen dringend 156 Milliarden Euro bis 2033

DGB Nordrhein-Westfalen fordert dringende Investitionen in Schulen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Nordrhein-Westfalen (NRW) drängt auf rasche Investitionen in das Bildungssystem. Eine aktuelle Studie deckt erhebliche Finanzierungslücken auf, die langfristige Folgen für Schülerinnen und Schüler im gesamten Bundesland haben. Expertinnen und Experten warnen, dass die aktuellen Ausgaben bei Weitem nicht ausreichen, um grundlegende Standards zu erfüllen.

Laut einer DGB-NRW-Studie aus dem Jahr 2023 benötigt das Land in den kommenden zehn Jahren öffentliche Investitionen in Höhe von rund 156 Milliarden Euro. Diese Mittel wären notwendig, um die Infrastruktur zu modernisieren und die Bildungsqualität zu verbessern. Doch in den vergangenen zwölf Jahren lag die Investitionsquote NRWs im Durchschnitt bei nur 10,1 Prozent – deutlich unter den Werten Bayerns (16,2 Prozent) und Baden-Württembergs (15,4 Prozent).

Besonders prekär ist die Situation im Ruhrgebiet: Rund ein Drittel der Grundschulkinder erreicht nicht die Mindeststandards in Deutsch und Mathematik, bevor sie auf weiterführende Schulen wechseln. Bis zum Ende der zehnten Klasse erfüllen 85 Prozent der Schülerinnen und Schüler die geforderten Sprachkompetenzen nicht.

DGB-Landesvorsitzende Anja Weber kritisierte die Landesregierung scharf: Die Realität an den Schulen stehe im Widerspruch zu den Behauptungen über Rekordausgaben für Bildung. Torsten Windels, Autor der DGB-Studie, ergänzte, dass das Wachstum der Bildungsausgaben hinter der allgemeinen Haushaltsentwicklung zurückbleibe. Er forderte die Regierung auf, eine Milliarde Euro aus einem Sondervermögen zu mobilisieren, um die Engpässe zu beheben.

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Windels betonte zudem, dass höhere Investitionen jetzt nachhaltige Vorteile bringen würden. Ohne Gegenmaßnahmen drohe NRW im Bildungsvergleich mit anderen Bundesländern weiter abgehängt zu werden.

Der Appell des DGB kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Druck wächst, die Finanzierungslücken im NRW-Schulsystem zu schließen. Die Studie verweist auf einen Bedarf von 156 Milliarden Euro über zehn Jahre, um das Land zukunftsfähig zu machen. Ohne eine deutliche Steigerung der Ausgaben könnte die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler – insbesondere im Ruhrgebiet – weiter sinken.

Quelle