Duisburg will Olympiaträume 2036 mit Bürgerentscheid verwirklichen
Philipp SchulteDuisburg will Olympiaträume 2036 mit Bürgerentscheid verwirklichen
Duisburg drängt darauf, Teil der Bewerbung der Region Köln-Rhein-Ruhr für die Austragung der Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 zu werden. Die Bürger der Stadt können sich bald in einem lokalen Bürgerentscheid am 19. April dazu äußern. Bei einer Zustimmung würde Duisburg sich mit anderen großen deutschen Städten im nationalen Auswahlverfahren um die Ausrichtung der Spiele verbünden.
Die Stadt verfügt bereits über zwei international anerkannte Wettkampfstätten. Die Regattabahn im Sportpark Duisburg ist ein etablierter Austragungsort für Rudern, Kanusport, Para-Rudern und Para-Kanu. Die Schauinsland-Reiten-Arena wiederum ist bekannt für Olympische und Paralympische Wettkämpfe im Sportklettern, darunter Bouldern, Lead- und Speed-Disziplinen. Beide Standorte würden eine zentrale Rolle in den Olympischen Ambitionen der Region spielen.
Unterstützung erhält die Bewerbung von der lokalen Athletin Nele Moos, die bei den Paralympics 2024 in Paris Silber im Weitsprung gewann. Als Botschafterin der Duisburger Kampagne betont sie die gastfreundliche Atmosphäre und den starken Gemeinschaftsgeist der Stadt. Moos selbst begann ihre Karriere in Duisburg und pflegt bis heute enge Verbindungen zu ihrem Jugendverein, Eintracht Duisburg 1848.
Doch die Konkurrenz ist groß: Auch Berlin, Hamburg und München bewerben sich um die Chance, Deutschland zu vertreten. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September 2026 seine endgültige Entscheidung über den nationalen Kandidaten treffen.
Das Ergebnis des Bürgerentscheids am 19. April wird entscheiden, ob Duisburg im Bewerbungsprozess vorankommt. Bei einer Auswahl könnten die bestehende Sportinfrastruktur der Stadt und die lokale Unterstützung die Chancen der Region Köln-Rhein-Ruhr stärken. Die DOSB-Entscheidung 2026 wird dann über Deutschlands offiziellen Olympischen Bewerber bestimmen.