Düren ehrt 1953er DDR-Opfer mit bewegender Gedenkfeier zur Einheit
Philipp SchulteDüren ehrt 1953er DDR-Opfer mit bewegender Gedenkfeier zur Einheit
Gedenkveranstaltung in Düren am 2. Oktober 2025 ehrt Opfer des DDR-Aufstands von 1953
Eine Gedenkfeier in Düren am 2. Oktober 2025 würdigte die Opfer des Volksaufstands vom 17. Juni 1953 in der DDR. Die sonst im Juni stattfindende Veranstaltung wurde in diesem Jahr unter dem Motto "35 Jahre deutsche Einheit – Haben wir es geschafft?" neu terminiert. Zu den Organisatoren zählten der Bürgermeister, lokale Schulen sowie Opferverbände, die alle die Bedeutung des Erinnerns an den Freiheitskampf betonten.
Bei dem Aufstand am 17. Juni 1953 hatten sich in der gesamten DDR Proteste gegen das kommunistische Regime erhoben. Sowjetische Truppen und Staatssicherheitskräfte schlugen die Demonstrationen gewaltsam nieder – dabei kamen Schätzungen zufolge 50 bis 55 Menschen ums Leben, deutlich mehr als die 25 Toten, die die DDR später offiziell angab. Die Veranstaltung in Düren erinnerte mit Reden, Zeitzeugenberichten und der Beteiligung von Schülerinnen und Schülern an dieses dunkle Kapitel.
Bürgermeister Frank Peter Ullrich eröffnete die Feier mit einem Appell zur Verteidigung der Grundrechte. Felix Heinz Holtschke, Landesvorsitzender des Bundes der Stalinistisch Verfolgten (BSV), berichtete von seinen eigenen Erfahrungen mit der Unterdrückung unter dem Regime. Schülerinnen und Schüler der St.-Angela-Schule trugen Plakate mit Parolen aus den Protesten von 1989 bei, die zum Fall der Berliner Mauer führten.
Heiko Hendriks, Landesbeauftragter für Vertriebene und Spätaussiedler, dankte der Schule für ihr Engagement. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Bürgermeisteramt, Vertretern des BSV, Fraktionen des Stadtrats und den Jugendlichen selbst organisiert.
Die Gedenkfeier stand im Zeichen der Opfer von 1953 und der fortwährenden Bedeutung demokratischer Werte. Durch die Verlegung auf Oktober verbanden die Organisatoren den historischen Aufstand mit weiterführenden Fragen zur deutschen Wiedervereinigung. Die Teilnahme der jungen Generation sorgte dafür, dass die Lehren der Geschichte auch künftig präsent bleiben.






