15 March 2026, 20:24

Düsseldorfer Demonstration fordert schärfere Kontrolle rechtsextremer Parteien

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude, hält Schilder und Plakate hoch, mit zwei Personen im Vordergrund und einem Müllcontainer auf der rechten Seite, während einer Protestaktion in Deutschland.

Düsseldorfer Demonstration fordert schärfere Kontrolle rechtsextremer Parteien

Kundgebung in Düsseldorf fordert Überprüfung rechtsextremer Parteien

Am Samstag, den 14. März 2026, findet in Düsseldorf eine Demonstration statt, die eine Überprüfung rechtsextremer Parteien fordert. Die Veranstalter verlangen vom Bundesverfassungsgericht, alle Gruppen zu prüfen, die als rechtsextrem eingestuft oder unter Extremismusverdacht stehen. Die Kundgebung wird von lokalen Demokratieinitiativen unterstützt, hat jedoch noch keine Rückendeckung von der Landesregierung Nordrhein-Westfalens erhalten.

Die unter dem Motto "UNTERSUCHEN!" stehende Veranstaltung beginnt um 14:00 Uhr vor dem Landtagsgebäude. Teilnehmer werden aufgefordert, sich bereits früher zu versammeln und sich um 12:33 Uhr am Bahnhof Bergisch Gladbach, Gleis 1, zu treffen, um gemeinsam anzureisen.

Die Demonstration steht im Kontext anhaltender juristischer Auseinandersetzungen um die Einstufung der Alternative für Deutschland (AfD). Im Mai 2025 hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz die Partei als "gesichert rechtsextrem" eingestuft. Ein Kölner Gericht untersagte der Behörde jedoch im Februar 2026, diese Bezeichnung öffentlich zu verwenden, bis der Hauptprozess abgeschlossen ist. Mehrere AfD-Landesverbände in Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt gelten weiterhin als rechtsextrem. Die ehemalige Jugendorganisation der Partei, die "Junge Alternative", wurde im März 2025 nach derselben Einstufung aufgelöst.

Der Bergisch Gladbacher Verein für Demokratie und Vielfalt (DeVi) unterstützt die Kundgebung. Nach deutschem Recht könnte der Bundesrat eine solche Prüfung mit einfacher Mehrheit einleiten – Nordrhein-Westfalen hat sich bisher jedoch nicht hinter den Vorstoß gestellt.

Ziel der Demonstration ist es, eine rechtliche Überprüfung rechtsextremer Gruppierungen voranzutreiben. Bei Erfolg könnte der Bundesrat ein formelles Prüfverfahren einleiten. Das Ergebnis könnte Auswirkungen darauf haben, wie Parteien wie die AfD künftig eingestuft und überwacht werden.

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