29 June 2026, 10:13

EU-Projekt HyInHeat testet Wasserstoff in Stahl- und Aluminiumproduktion für klimaneutrale Industrie

Wie Wasserstoff die Verbrennung sauberer machen kann - Universität Aachen

EU-Projekt HyInHeat testet Wasserstoff in Stahl- und Aluminiumproduktion für klimaneutrale Industrie

Neues EU-gefördertes Forschungsprojekt: HyInHeat erforscht Wasserstoffeinsatz in Hochtemperatur-Industrieprozessen

Das neue Forschungsprojekt HyInHeat, finanziert von der Europäischen Union, untersucht die Nutzung von Wasserstoff in hochtemperaturbasierten Industrieverfahren. Im Fokus stehen die Aluminium- und Stahlbranche, wo durch den Einsatz des Energieträgers CO₂- und Stickoxidemissionen gesenkt werden sollen – bei gleichbleibend hoher Energieeffizienz. Die EU stellt für das Vorhaben 17,7 Millionen Euro bereit.

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Das bis Ende 2026 laufende Projekt vereint 30 Partner aus 12 Ländern. Die Koordination übernimmt das Lehrstuhl für Industrieöfen und Wärmeprozesstechnik der RWTH Aachen.

HyInHeat wird Wasserstoff als Brennstoff in Schmelz-, Erwärmungs- und Wärmebehandlungsprozessen testen. Zudem werden sauerstoffangereicherte Verbrennung sowie Wasserstoff-Sauerstoff-Verbrennung als Alternativen zu herkömmlichen Wasserstoff-Luft-Methoden untersucht. Ziel ist es, die heutige Produktqualität und Energieeffizienz auch bei der Umstellung auf Wasserstoff zu erhalten.

Acht Industrieanlagen und Demonstrationsprojekte dienen als Testumgebungen. Die Forscher werden Öfen umkonstruieren und Komponenten anpassen, um sie wasserstofftauglich zu machen. Gleichzeitig werden Anlagentechnik, Verfahrenstechnik und Infrastruktur für die Wasserstoffverbrennung in diesen Branchen weiterentwickelt.

Das Projekt soll die Machbarkeit von Wasserstoff in Hochtemperatur-Anwendungen beweisen. Bei Erfolg könnte dies die Emissionen in der Aluminium- und Stahlproduktion deutlich reduzieren. Die Ergebnisse könnten zudem künftige Standards für den Wasserstoffeinsatz in der Schwerindustrie prägen.

Quelle