29 June 2026, 22:25

Fahrzeuglogistik 2023: Engpässe und explodierende Kosten erschweren Exporte aus China

Kapazitätsengpässe bei RoRo bedeuten, dass Autohersteller nach Containern suchen

Fahrzeuglogistik 2023: Engpässe und explodierende Kosten erschweren Exporte aus China

Engpässe und steigende Kosten prägen den Markt für Fahrzeuglogistik 2023

Der Markt für die Logistik von Fertigfahrzeugen sieht sich 2023 mit knappen Kapazitäten und wachsenden Kosten konfrontiert. Die Nachfrage nach Schiffstransporten – insbesondere aus China – ist stark angestiegen, doch Logistikdienstleister zeigen sich zurückhaltend, ihre Flotten auszubauen. Dadurch suchen Automobilhersteller nach alternativen Lösungen, um Kapazitäten für ihre Exporte zu sichern.

Bis Dezember 2022 stiegen die Fahrzeugausfuhren aus China auf über 3 Millionen Einheiten – ein Plus von 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Treiber dieses Wachstums war vor allem die starke Nachfrage nach chinesischen Elektrofahrzeugen. Für 2023 plant China den Export von 2,3 Millionen Fertigfahrzeugen nach Europa, doch die aktuelle RoRo-Kapazität (Roll-on/Roll-off) kann nur etwa die Hälfte dieses Volumens bewältigen.

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Die Spotraten für Leichtfahrzeuge auf reinen Autotransportern und Lkw-Trägern von Shanghai nach Nordwesteuropa stiegen im Januar 2023 um rund 17 Prozent. Gleichzeitig gaben die Containerfrachtraten auf derselben Route nach – im Schnitt lagen sie bei 1.700 US-Dollar pro 40-Fuß-High-Cube-Container (FEU), ohne Umschlaggebühren. Dieser Gegensatz veranlasst einige Hersteller, den Versand von Fahrzeugen in Containern in Betracht zu ziehen.

Knappe Kapazitäten und zögerliche Investitionen Wallenius Wilhelmsen, ein führender Anbieter im RoRo-Geschäft, prognostiziert, dass die SchiffsKapazitäten im gesamten Jahr 2023 knapp bleiben werden. Mit nur elf Neubauten in Auftrag gibt es kaum Entlastung für den Engpass. Angesichts der Unsicherheiten und hohen Kosten zögern viele Logistikunternehmen, neue Schiffe zu bestellen.

Um die Knappheit zu bewältigen, ergreifen Automobilhersteller ungewöhnliche Maßnahmen: Einige sind bereit, Vertragsstrafen für nicht abgewickelte Transportvolumina zu zahlen. Andere kaufen eigene Schiffe oder gehen Joint Ventures mit Logistikfirmen ein, um diese zu betreiben. Auch CFR Rinkens prüft die Bestellung spezieller Container-Regalsysteme, um die Nachfrage nach Fahrzeugtransporten in Containern zu bedienen. Die Reederei CMA CGM hat bereits reagiert und einen fünften Liniendienst für Fertigfahrzeug-Logistik eingerichtet – inklusive Containerisierungsoptionen für Exporte aus China.

Anpassungsdruck hält an Das Ungleichgewicht zwischen Nachfrage und Kapazitäten prägt weiterhin den Markt für Fahrzeuglogistik. Die Hersteller reagieren mit Investitionen in eigene SchiffsLösungen und erkunden Container-Optionen. Da jedoch nur ein Bruchteil der chinesischen Exportziele mit der aktuellen RoRo-Kapazität abgedeckt werden kann, wird der Druck auf die Branche voraussichtlich anhalten.

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