Flughafen Köln/Bonn setzt auf massive Solaranlagen für mehr Ökostrom und Klimaneutralität
Philipp SchulteFlughafen Köln/Bonn setzt auf massive Solaranlagen für mehr Ökostrom und Klimaneutralität
Flughafen Köln/Bonn baut Ökostrom-Kapazitäten mit neuen Solaranlagen aus
Der Flughafen Köln/Bonn erweitert seine Kapazitäten für erneuerbare Energien mit neuen Photovoltaik-Anlagen. Das Projekt umfasst Solaranlagen auf mehreren Gebäuden und zielt darauf ab, die Produktion von grünem Strom zu steigern. Die Maßnahmen unterstützen das Ziel des Flughafens, bis 2045 klimaneutral zu werden.
Geplant ist die Installation von Photovoltaik-Systemen auf vier Frachtlagern und Verwaltungsgebäuden. Die größte Anlage mit einer Leistung von rund 1.500 Kilowatt Peak (kWp) entsteht auf einem neuen Logistikzentrum von UPS. Weitere Module werden auf dem FedEx-Lager (700 kWp) sowie auf zwei Bürogebäuden von Eurowings (400 kWp) montiert. Zusammen werden die Anlagen eine Spitzenleistung von etwa 2,6 Megawatt Peak (MWp) erreichen.
Die Investitionen in die Photovoltaik belaufen sich auf insgesamt 2,5 Millionen Euro. Nach der Inbetriebnahme sollen die Solaranlagen jährlich etwa 2.300 Megawattstunden (MWh) Solarstrom erzeugen. Parallel zum Ausbau der Solarenergie modernisiert der Flughafen seine Energieinfrastruktur: Ein neues Umspannwerk und eine Biomasseanlage auf Holzschnitzelbasis werden emissionsfreie Wärme und Kälte liefern. Eisspeichertechnologie in Kombination mit Photovoltaik und Wärmepumpen soll die Nachhaltigkeit weiter verbessern. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Flughafen sein Blockheizkraftwerk modernisiert.
Die neuen Solaranlagen werden die Erzeugung erneuerbarer Energien am Flughafen deutlich erhöhen. Gemeinsam mit weiteren grünen Initiativen tragen sie zur Reduzierung der Emissionen bei und bringen den Flughafen Köln/Bonn seinem Ziel der Klimaneutralität bis 2045 ein Stück näher.
