Forschungsprojekt enthüllt dunkle Kapitel der Polizeigeschichte in NRW
Philipp SchulteForschungsprojekt enthüllt dunkle Kapitel der Polizeigeschichte in NRW
Forschungsprojekt „Orte der Polizeigeschichte“: Schlüsselstandorte der Polizei in Nordrhein-Westfalen
Ein Forschungsprojekt mit dem Titel „Orte der Polizeigeschichte“ erschließt zentrale Schauplätze der Polizeiarbeit in Nordrhein-Westfalen. Unter der Leitung der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW) widmet sich die Initiative insbesondere der Weimarer Republik und der Zeit des Nationalsozialismus. Aktuell wird unter anderem das Polizeipräsidium Gelsenkirchen eingehend untersucht.
Das Vorhaben startete 2020 unter der Federführung einer Forschungsgruppe des Instituts für Geschichte und Ethik der Polizei und öffentlichen Verwaltung. Die Professoren Dimitrij Davydov und Christoph Giersch leiten das Projekt gemeinsam mit Dr. Frank Kawelovski, Dr. Christoph Riederer und Nanina Marika Sturm. Ziel ist es, historische Polizeigebäude und -standorte zu dokumentieren und zu analysieren, die mit dem Polizeiapparat während der NS-Zeit verbunden sind.
Ein zentrales Element des Projekts ist eine interaktive virtuelle Karte. Dieses Tool verknüpft historische Akten, Originaldokumente sowie Archivfotos und -filme mit konkreten Orten. Nutzer können über die Projektwebsite die Geschichte des Gelsenkirchener Polizeipräsidiums und weiterer Standorte erkunden.
Sämtliche gesammelten Daten und Erkenntnisse sind öffentlich zugänglich. Auf der Projektseite stehen die Materialien – darunter auch Unterlagen zur Gelsenkirchener Polizeigeschichte – direkt zur Verfügung.
Das Projekt „Orte der Polizeigeschichte“ baut sein digitales Archiv kontinuierlich aus und liefert neue Einblicke in die Polizeiarbeit während prägender historischer Epochen. Die virtuelle Karte und die begleitenden Ressourcen ermöglichen es Forschern und der Öffentlichkeit, diese Standorte detailliert zu erforschen. Mit dem Fortschreiten des Projekts sind weitere Aktualisierungen und Ergänzungen geplant.






