Freie Wähler fordern radikale Reform der Erzieherausbildung in NRW
Freie Wählervereinigung Nordrhein-Westfalen schlägt Reform der Erzieherausbildung und Personalstruktur vor
Die Freie Wählervereinigung Nordrhein-Westfalen hat eine Reihe von Vorschlägen zur Reform der Ausbildung und Personalsituation in der Kinderbetreuung vorgelegt. Ziel der Pläne ist es, die Qualitätsstandards zu erhöhen und mehr Menschen für den Beruf zu gewinnen.
Die Vereinigung setzt sich dafür ein, die stark theorielastige schulische Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern sowie staatlich anerkannten Sozialpädagoginnen und -pädagogen abzuschaffen. Stattdessen soll die praxisintegrierte Ausbildung flächendeckend ausgebaut werden. Diese Umstellung würde für alle Fachkräfte in der Kinderbetreuung sowie staatlich anerkannte Erzieher gelten.
Um die Qualität zu steigern, schlägt die Vereinigung vor, die Betreuungsschlüssel an wissenschaftliche Empfehlungen anzupassen und zu senken. Zudem fordert sie eine verbindliche 25-Prozent-Fortbildungsquote für Träger, die an die Verfügbarkeit ausreichend qualifizierten Personals geknüpft sein soll. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Umwandlung des Studiengangs Frühkindliche Bildung in ein vergütetes duales Studium mit leistungsorientierter Bezahlung, um die Attraktivität des Berufs zu erhöhen.
Darüber hinaus plädiert die Vereinigung für eine deutliche Ausweitung der Ausbildungsplätze – sowohl an öffentlichen als auch an privaten Fachschulen für Sozialpädagogik.
Die Maßnahmen würden die Erzieherausbildung und die Arbeitsbedingungen grundlegend reformieren. Mehr Ausbildungsplätze und bessere Bezahlung könnten zusätzliche Fachkräfte in den Bereich ziehen. Die vorgeschlagenen Reformen zielen zudem darauf ab, die Qualität in der frühkindlichen Bildung nachhaltig zu verbessern.






