25 March 2026, 12:17

Fritz Langs Filme als Warnung vor dem Faschismus: Kostenloser Vortrag in Essen

Detailierte alte Karte von Weimar, Deutschland, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit beschreibendem Text.

Fritz Langs Filme als Warnung vor dem Faschismus: Kostenloser Vortrag in Essen

Volkshochschule Essen veranstaltet kostenlosen Vortrag am Donnerstag, den 26. März, um 19 Uhr

Anlässlich des 50. Todestags des Regisseurs Fritz Lang widmet sich die Veranstaltung der Frage, wie seine Werke aus der Weimarer Republik autoritäre Tendenzen vorwegnahmen.

Der Dortmunder Historiker, Soziologe und Sachbuchautor Torsten Reters leitet die Diskussion mit Filmausschnitten im VHS-Zentrum in der Nähe des Burgplatzes.

Fritz Langs Stummfilme der 1920er-Jahre – darunter Metropolis und Dr. Mabuse, der Spieler – fingen gesellschaftliche Ängste ein, lange bevor sich die politischen Verhältnisse radikal veränderten. Der Filmkritiker Siegfried Kracauer, der 1941 in die USA floh, analysierte diese Werke später als kollektive Projektionen einer Kultur, die sich nach Ordnung, Autorität und starken Führungsfiguren sehnte. Gleichzeitig erkannte er in Langs Erzählungen eine tief verwurzelte Furcht vor Schwäche und Chaos.

Kracauer prägte nach dem Krieg die Wahrnehmung des deutschen Stummfilms als politisches Medium. Seine Deutungen stellten Langs Filme als Mahnmale dar – als visionäre Warnungen vor dem Aufstieg des Faschismus. Mit M – Eine Stadt sucht einen Mörder schuf Lang zudem einen der ersten urbanen Thriller, der später Hollywoods Film-Noir-Stil und den amerikanischen Krimi beeinflusste.

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Der Vortrag greift diese Themen auf und untersucht, wie Langs Werke autoritäre Strömungen Jahre vor deren politischer Dominanz in Deutschland aufdeckten. Reters begleitet die Teilnehmer durch Filmbeispiele und Gespräche, die historische Bezüge zu aktuellen Fragen nach Demokratie und Kontrolle herstellen.

Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, über Langs Erbe und Kracauers Einsichten zur Rolle des Kinos als Spiegel gesellschaftlicher Umbrüche nachzudenken. Der Eintritt ist frei; das Programm verbindet historische Analyse mit Film und lädt das Publikum ein, zu erkunden, wie Kunst politische Entwicklungen widerspiegeln – und mitunter sogar vorwegnehmen kann.

Quelle