Graham Linehan wirft BBC gezielte Diffamierung in Doctors vor
Der Komiker Graham Linehan hat BBC-Autoren vorgeworfen, in der Serie Doctors eine transfeindliche Figur als gezielte Attacke gegen ihn erschaffen zu haben. Der 57-Jährige, bekannt als Mitautor der Sitcom Father Ted, behauptet, der fiktive Arzt in der Serie spiegle sein eigenes Leben und seine umstrittenen Ansichten wider. Die BBC wies die Vorwürfe entschieden zurück und bezeichnete sie als haltlos.
Linehans Anschuldigungen richten sich gegen Dr. Graham Elton, eine geschiedene, mittelfünfzigige Figur in Doctors, die offen transfeindliche Meinungen äußert. Der Komiker argumentiert, die Übereinstimmungen – darunter Name, Alter und Familienstand – seien zu auffällig, um Zufall zu sein. Seine Ex-Frau, die Schauspielerin Helen Serafinowicz, ließ sich 2020 nach öffentlicher Kritik an seinen anti-transgender Äußerungen von ihm scheiden. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder.
Die BBC reagierte mit einer klaren Stellungnahme und betonte, Doctors sei eine fiktive Serie ohne Bezug zu realen Personen. Ein Sprecher von BBC Studios wies Linehans Behauptungen zurück und versicherte, die Figur basiere auf keiner bestimmten Person. Die langjährige Arztserie beendete im Frühjahr dieses Jahres nach 24 Staffeln ihre letzte Spielzeit.
Linehans eigene Karriere litt unter seinen kontroversen Ansichten: Sein Auftritt beim Edinburgh Fringe Festival 2023 wurde nach massiver Kritik abgesagt. Die BBC selbst hatte sich bereits zuvor zu umstrittenen Inhalten positioniert und 2023 beim Europäischen Rundfunkverband Beschwerde gegen den maltesischen Eurovision-Beitrag eingelegt, den sie als unangemessen einstufte.
Der Streit unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Linehan und der BBC. Während der Sender betont, die Figur sei rein fiktiv, besteht der Komiker darauf, die Darstellung sei bewusst persönlich gemeint. Die letzte Staffel von Doctors wurde ohne weitere Stellungnahme zu dem Vorfall ausgestrahlt.






