05 April 2026, 10:16

Windenergie im Kreis Gütersloh: 29 neue Turbinen bis 2027 geplant

Eine Gruppe von Windkraftanlagen in einem verschneiten Feld mit schneebedeckten Hügeln und einem bewölkten Himmel, Teil eines Projekts zur erneuerbaren Energie.

Windenergie im Kreis Gütersloh: 29 neue Turbinen bis 2027 geplant

Windenergie im Kreis Gütersloh vor großem Ausbau – Zahl der Anlagen soll sich mehr als verdoppeln

Im Kreis Gütersloh steht ein massiver Ausbau der Windenergie bevor: Geplant ist, die Anzahl der Windkraftanlagen mehr als zu verdoppeln. Insgesamt 29 neue Turbinen sollen hinzukommen – zusätzlich zu den bereits 34 bestehenden Anlagen in der Region. Der Schub folgt auf jüngste Änderungen im nordrhein-westfälischen Planungsrecht, die nun höhere Windräder in geringerer Entfernung zu Wohngebieten erlauben.

Allein in diesem Jahr hat der Kreis bereits 18 neue Windkraftanlagen genehmigt – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu nur vier im Jahr 2023. Mindestens neun davon werden vom Typ Enercon E-175 sein, die sich derzeit in Planung oder Bau befinden. Zwei sind für den Windpark Greffen-Nord vorgesehen, zwei weitere in Harsewinkel Süd-West, zwei im Weißen Venn und drei im Bürgerwindpark Greffen. Weitere Genehmigungen werden erwartet.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die meisten neuen Anlagen entstehen in Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz, doch auch Standorte in Rheda-Wiedenbrück, Langenberg und Gütersloh sind dabei. Federführend bei der Expansion ist die Deutsche WindXperts GmbH, die rund 100 Millionen Euro in 13 Anlagen investiert – davon zehn in Harsewinkel, sieben in Greffen und drei in Marienfeld. Die bis zu 249,5 Meter hohen Turbinen sollen bis Ende 2027 in Betrieb gehen.

Das Unternehmen hat zwar bereits die notwendigen Genehmigungen erhalten, muss aber noch mit Anwohnern und Kommunen verhandeln. Üblich sind dabei Modelle wie Bürgerbeteiligung, vergünstigte Stromtarife oder einmalige Zahlungen an die Gemeinden. Treibende Kraft hinter dem Boom ist auch die überarbeitete 2H-Regel in NRW, die es erlaubt, Windräder doppelt so hoch zu bauen wie ihr Abstand zum nächsten Wohnhaus beträgt.

Nach Fertigstellung wird der Kreis Gütersloh dann über insgesamt 63 Windkraftanlagen verfügen – ein erheblicher Zuwachs an erneuerbarer Energiekapazität. Entscheidend für das Gelingen der Projekte bleibt die weitere Zusammenarbeit zwischen Projektentwicklern, Kommunen und Bürgern. Alle Anlagen sollen innerhalb der nächsten drei Jahre voll einsatzbereit sein.

Quelle