09 May 2026, 16:14

Großrazzia in Duisburg: Zoll und BKA schlagen gegen illegale Geschäfte zu

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" vor einem umzäunten Gebäude mit Bäumen und Flaggen.

Großrazzia in Duisburg: Zoll und BKA schlagen gegen illegale Geschäfte zu

Großrazzia in Duisburg, Oberhausen und Essen am 6. Dezember 2024

Am 6. Dezember 2024 fand eine großangelegte Kontrollaktion in Duisburg, Oberhausen und Essen statt. Die Zollbehörde Duisburg leitete die Razzia an, die sich gegen Betriebe richtete, die im Verdacht standen, illegale Geschäfte zu betreiben. Erstmals waren dabei auch Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) im Einsatz – gemeinsam mit lokalen Behörden.

Rund 70 Zollfahnder arbeiteten während der Aktion mit Polizei- und Kommunalbeamten zusammen. Im Fokus standen Gaststätten, Kioske, Shisha-Bars und Cafés. Schwerpunkte der Kontrollen lagen auf der Steueraufsicht, Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung.

In Marxloh wurde ein Café entdeckt, das eine Spielkonsole ohne Genehmigung gewerblich nutzte – das Gerät wurde beschlagnahmt. In Mittelmeiderich betrieb eine andere Location einen Spielautomaten mit illegaler Software, der ebenfalls sichergestellt wurde.

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Bei der Aktion fielen fast 80 Fälle auf, die aufgrund widersprüchlicher Angaben weiter untersucht werden müssen. Dies passt in ein größeres Muster: Allein 2023 leitete der Duisburger Zoll rund 5.900 Ermittlungsverfahren ein, bei denen ein finanzieller Schaden von insgesamt 9 Millionen Euro aufgedeckt wurde. Die darauffolgenden Gerichtsurteile führten zu Bußgeldern in Höhe von über 1 Million Euro sowie Haftstrafen von insgesamt mehr als 30 Jahren.

Die Aktion vom 6. Dezember unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, illegale Geschäftspraktiken in der Region zu bekämpfen. Mit zahlreichen Beschlagnahmungen und Dutzenden laufenden Verfahren setzen die Behörden die Regeln weiter konsequent durch. Die Einbindung des BKA deutet auf eine ausgeweitete Strategie hin, um Finanz- und Arbeitsdelikte effektiver zu verfolgen.

Quelle