Großrazzia in NRW: 29 Verdachtsfälle und zwei Festnahmen am Nikolaustag
Lina SchmidtGroßrazzia in NRW: 29 Verdachtsfälle und zwei Festnahmen am Nikolaustag
Großrazzia in mehreren nordrhein-westfälischen Kreisen deckt zahlreiche Verstöße an Nikolaustag auf
Bei einer flächendeckenden Kontrolle in mehreren Kreisen Nordrhein-Westfalens sind am Vorabend des Nikolaustags zahlreiche Rechtsverstöße aufgedeckt worden. Im Fokus der Behörden standen Cafés, Shisha-Bars und Spielhallen, in denen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung mit Verbindungen zur organisierten Kriminalität bekämpft werden sollten. Im Rahmen der Aktion wurden über 100 Personen befragt.
Die Hauptzollamt Krefeld leitete den Einsatz und arbeitete dabei mit Polizei und Ordnungsbehörden zusammen. Die Teams konzentrierten sich auf die Städte Krefeld, Mönchengladbach, Viersen sowie den Rhein-Kreis Neuss. Ziel war es, Erkenntnisse über illegale Strukturen in verschiedenen Kriminalitätsbereichen und Zuständigkeitsgebieten zu sammeln.
Während der Kontrollen wurden 111 Personen zu ihren Arbeitsverträgen befragt. Die Ermittler stießen auf 29 Fälle mit ersten Unstimmigkeiten, die nun vom Zoll weiter geprüft werden. In 16 Fällen besteht der Verdacht auf Lohnbetrug, bei sieben weiteren könnten Verstöße gegen den Mindestlohn vorliegen. Fünf Arbeitgeber hatten vorgeschriebene Meldungen nicht abgegeben.
Zwei Personen wurden festgenommen, nachdem gegen sie Haftbefehle vorlagen. In Krefeld nahm die Polizei drei Gäste eines Cafés vorläufig fest, die keine gültigen Aufenthaltstitel vorweisen konnten. Bei der Razzia wurden zudem Verstöße gegen das Tabaksteuerrecht, Glücksspielvorschriften, den Nichtraucherschutz, Drogendelikte und Verkehrsvergehen aufgedeckt. Gegen einen Betrieb wurde Anzeige erstattet, weil er ohne die erforderliche Konzession arbeitete.
Der Einsatz unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, illegale Beschäftigung und Strukturen der organisierten Kriminalität zu zerschlagen. Zoll und Polizei werden die 29 auffälligen Fälle weiterverfolgen, während die Festgenommenen in Gewahrsam bleiben. Die Behörden kündigten weitere unkündigte Kontrollen in der Region an.






