29 April 2026, 02:34

Inflation steigt 2024 auf 4,6 Prozent – Golfkonflikt belastet deutsche Wirtschaft

Euro-Zeichen vor dem Hauptquartier der Europäischen Zentralbank in Frankfurt, Deutschland, mit Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Inflation steigt 2024 auf 4,6 Prozent – Golfkonflikt belastet deutsche Wirtschaft

Deutschland bereitet sich auf einen deutlichen Anstieg der Inflation bis Ende 2024 vor – aktuelle Prognosen sagen nun eine Rate von 4,6 Prozent voraus. Der Anstieg folgt auf die eskalierenden Spannungen im Persischen Golf nach einem US-Angriff auf den Iran und belastet damit eine ohnehin schon fragile wirtschaftliche Lage. Ökonomen warnen, dass höhere Preise die Haushalte belasten und die Politik zu schwierigen Entscheidungen zwingen könnten.

Die aktuelle Inflationsprognose stammt vom IW-Wirtschaftsinstitut, das seine Schätzungen auf die Preisentwicklung während der Energiekrise 2022 stützt. Damals hatte die Teuerung mit über 10 Prozent ihren Höhepunkt erreicht, der Jahresdurchschnitt lag bei 6,9 Prozent. Auch die Prognose für 2026 wurde nach oben korrigiert – von 2,7 Prozent im März auf nun 3,5 Prozent.

Um die Belastung für Verbraucher abzumildern, führt die Regierung zum 1. Mai 2024 eine temporäre Spritpreissenkung ein. Die Steuern auf Diesel und Benzin werden für zwei Monate um etwa 17 Cent pro Liter sinken. Unternehmen dürfen ihren Beschäftigten zudem einen steuerfreien Inflationsausgleichsbonus von bis zu 1.000 Euro gewähren – eine Maßnahme, die mit dem anhaltenden Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran verknüpft ist.

Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte erneut eingreifen müssen, ähnlich wie während der Krise 2022. Doch das schwache Wirtschaftswachstum Deutschlands erschwert die Lage und zwingt die EZB, unter großer Unsicherheit zu handeln. Markus Demary, Geldpolitik-Experte des IW, empfiehlt gezielte Unterstützung für einkommensschwache Haushalte, etwa durch eine Erhöhung der Pendlerpauschale.

Die kurzfristigen Maßnahmen der Regierung sollen die Folgen steigender Kosten für Autofahrer und Arbeitnehmer abfedern. Da die Inflation jedoch voraussichtlich bis 2026 erhöht bleibt, stehen die Verantwortlichen vor anhaltenden Herausforderungen. Die nächsten Schritte der EZB hängen davon ab, wie sich der Konflikt im Persischen Golf entwickelt und welche langfristigen Auswirkungen er auf die Energiemärkte hat.

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