31 March 2026, 12:22

KiBiz-Reform in NRW: Kitas und Eltern protestieren gegen geplante Änderungen

Plakat mit der Aufschrift "Die Anti-Kinderarbeit-Bewegung in Missouri" zeigt besorgte Menschen in traditioneller Kleidung, einige stehen, andere sitzen, mit Text oben und unten.

KiBiz-Reform in NRW: Kitas und Eltern protestieren gegen geplante Änderungen

Kitas und Träger in Nordrhein-Westfalen protestieren gegen geplante Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz)

In ganz Nordrhein-Westfalen formiert sich Widerstand gegen die geplante Überarbeitung des Landes-Kinderbildungsgesetzes (KiBiz). Bereits in Lennestadt gab es Demonstrationen, weitere Kundgebungen sind in den kommenden Wochen in Düsseldorf, Köln und Dortmund angekündigt. Kritiker werfen der Landesregierung vor, zentrale Probleme wie Personalmangel und steigende Kosten nicht anzugehen.

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Am 31. März 2026 wandten sich 127 Kitas und 42 Träger öffentlich gegen den Gesetzentwurf. Die Protestaktion in Lennestadt, organisiert vom Netzwerk WIR-KITAs, versammelte Eltern, Erzieher:innen und Kinder vor dem St.-Josef-Kindergarten in Saalhausen unter dem Motto "Wir sind sprachlos". Vanessa Frankenthal, die Leiterin der Einrichtung, kritisierte, dass die Bedürfnisse der Kinder wegen chronischer Unterbesetzung vernachlässigt würden.

Die Landesregierung betont hingegen, die Reform sorge für mehr Planungssicherheit für Familien und eine bessere frühe Bildung. Zudem wurden zusätzliche 200 Millionen Euro für das nächste Kita-Jahr in Aussicht gestellt. Doch die Kritik bleibt: Die bereits im Januar in Kraft getretene KiBiz-Reform habe die Inflation nicht ausgeglichen, sodass viele Einrichtungen mit explodierenden Energiekosten und Personalengpässen kämpften.

Besonders umstritten ist das geplante "Kern- und Randzeitenmodell", das nach Einschätzung von Kritiker:innen aus dem Sauerland bestehende Probleme noch verschärfen könnte. Sollte der Entwurf verabschiedet werden, treten die Änderungen bereits im nächsten Jahr in Kraft.

Die Proteste spiegeln tiefe Sorgen um Finanzierung, Personalausstattung und die praktischen Folgen der Reform wider. Mit weiteren Demonstrationen in den Großstädten wächst der Druck auf die Landesregierung, den Gesetzentwurf nachzubessern. Die Entscheidung wird maßgeblich prägen, wie Kitas künftig arbeiten – und ob sie den Bedürfnissen von Kindern und Familien gerecht werden können.

Quelle