Luxus-Sportwagen in Witten beschlagnahmt: Illegales Tuning und Extrem-Lärm alarmieren Polizei
Anton MeyerLuxus-Sportwagen in Witten beschlagnahmt: Illegales Tuning und Extrem-Lärm alarmieren Polizei
Luxus-Sportwagen in Witten beschlagnahmt – Extremlärm und illegale Tuning-Verdacht
In Witten haben Beamte einen Hochleistungswagen sichergestellt, nachdem das Fahrzeug durch extrem hohe Lärmemissionen aufgefallen war. Der auf der Holbeinstraße in einer absoluten Halteverbotszone abgestellte Wagen wurde wegen des Verdachts auf illegale Motorveränderungen stillgelegt. Die Behörden bestätigten, dass die Motorengeräusche die gesetzlichen Grenzwerte deutlich überschritten.
Der Wagen erreichte eine Lautstärke von 109 Dezibel – weit über dem zulässigen Höchstwert von 82 dB. Die Polizei geht davon aus, dass die Motorleistung durch optimierte Software manipuliert wurde, um sowohl die Leistung als auch den Lärmpegel künstlich zu erhöhen. Solche Eingriffe können die Betriebserlaubnis eines Fahrzeugs erlöschen lassen.
Nach geltendem deutschen Recht müssen Hochleistungsfahrzeuge die EU-Lärmvorschriften einhalten, die in der UN-ECE-Regelung 51 festgelegt sind. Diese Grenzwerte – je nach Fahrzeugklasse zwischen 68 und 72 Dezibel – gelten zwar bei der Typzulassung, werden im Alltagsbetrieb jedoch nicht immer streng überwacht. Zwar gab es kürzlich keine Verschärfung der Bestimmungen speziell für Verbrenner-Sportwagen, doch lokale Lärmschutzverordnungen können ihren Einsatz in Wohngebieten einschränken.
Dem Halter drohen nun verwaltungsrechtliche Konsequenzen. Die Zulassung des Wagens wurde vorläufig entzogen, weitere Sanktionen sind möglich, falls sich die Manipulationen bestätigen. Die Polizei betonte, dass solche Verstöße nicht nur Bußgelder, sondern auch den Verlust der Betriebserlaubnis nach sich ziehen können.
Das beschlagnahmte Fahrzeug bleibt bis zur Überprüfung der Konformität mit den Vorschriften außer Betrieb. Bei einer Verurteilung könnte dem Besitzer die Erlaubnis entzogen werden, das Auto legal zu nutzen. Die Behörden warnten, dass ähnliche Fälle mit gleicher Härte geahndet werden.






