Massive Lohnkontrollen in Köln: 280 Bauarbeiter überrascht und drei Firmen in der Kritik
Lina SchmidtMassive Lohnkontrollen in Köln: 280 Bauarbeiter überrascht und drei Firmen in der Kritik
Mehr als 280 Bauarbeiter in Köln und den umliegenden Kreisen wurden diese Woche von unerwarteten Lohnkontrollen überrascht. Über 110 Zollbeamte führten die Überprüfungen durch und kontrollierten dabei 51 Arbeitgeber. Drei Unternehmen müssen sich nun dem Vorwurf stellen, den gesetzlichen Mindestlohn nicht gezahlt zu haben.
Die Aktion umfasste vier Regionen: die Stadt Köln, den Rhein-Sieg-Kreis, Leverkusen und den Rheinisch-Bergischen Kreis. Allein in Köln wurden 123 Beschäftigte aus 51 Betrieben überprüft. Im benachbarten Leverkusen unterzogen sich 75 Arbeiter von 11 Arbeitgebern ähnlichen Kontrollen, während im Rhein-Sieg-Kreis (Bornheim) 39 Mitarbeiter aus 15 Firmen untersucht wurden. Weitere 42 Beschäftigte von 11 Arbeitgebern im Rheinisch-Bergischen Kreis (Bergisch Gladbach) komplettierten die großangelegte Überprüfung.
Bei den Kontrollen stellten die Beamten elf Männer ohne gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis fest. Gegen diese Personen und ihre Arbeitgeber wurden nun strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Zudem deckten die Behörden fünf Verdachtsfälle auf Sozialbetrug auf sowie fünf separate Ermittlungen wegen nicht gezahlter Sozialabgaben.
Die Aktion könnte zu rechtlichen Schritten gegen drei Unternehmen führen, die ihre Mitarbeiter unterbezahlt haben sollen. Elf Arbeiter und ihre Arbeitgeber müssen sich wegen Verstößen gegen die Meldepflicht nun vor Gericht verantworten. Weitere Ermittlungen zu Betrugsvorwürfen und ausstehenden Sozialbeiträgen laufen noch.






