Merkur wagt den Sprung nach Nordamerika mit tausenden Spielautomaten
Lina SchmidtDeutsches Unternehmen will den US-Glücksspielmarkt aufmischen - Merkur wagt den Sprung nach Nordamerika mit tausenden Spielautomaten
Deutscher Spielautomatenhersteller Merkur expandiert nach Nordamerika
Der deutsche Spielautomatenhersteller Merkur plant seine Expansion in Nordamerika und will künftig jährlich tausende Spielautomaten in die Region exportieren. Das Unternehmen, das 2024 einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro erzielte, strebt an, seine Präsenz in den USA und Kanada in den kommenden drei Jahren deutlich auszubauen. CEO Lars Felderhoff sieht in der Region erhebliche Wachstumschancen, da der Markt nach neuen Anbietern fragt.
Merkur firmiert seit Ende 2024 unter seinem aktuellen Namen – zuvor war das Unternehmen als Gauselmann bekannt. Die Umfirmierung markierte das Ende der 68-jährigen Führung durch Firmengründer Paul Gauselmann, dessen Nachfolge Felderhoff als Vorstandsvorsitzender antrat. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 15.300 Mitarbeiter, mit Deutschland und Großbritannien als wichtigsten Absatzmärkten.
Sämtliche Spielautomaten von Merkur werden im Werk im nordrhein-westfälischen Lübbecke produziert. Weltweit sind derzeit über 100.000 Geräte im Einsatz, die dem Unternehmen stabile Einnahmen bescheren. Der Online-Vertrieb macht zwar erst 11 Prozent des Gesamtumsatzes aus, doch hier plant Merkur eine weitere Steigerung.
Ab 2025 will das Unternehmen 800 bis 1.000 Automaten nach Nordamerika exportieren, mit dem Ziel, innerhalb von drei Jahren auf 5.000 verkaufte Geräte pro Jahr zu kommen. Die Expansion folgt der Übernahme des US-amerikanischen Unternehmens Gaming Arts im Jahr 2025, das für die Software zuständig sein wird, während Merkur die Hardware liefert. Felderhoff ist überzeugt, dass die konzentrierte Marktstruktur in den USA und die Nachfrage nach Alternativen dem Unternehmen zum Erfolg verhelfen werden.
Der Vorstoß in Nordamerika erfolgt nach einem Umsatzplus von 7,5 Prozent im Jahr 2024 auf 2,1 Milliarden Euro. Merkurs Strategie kombiniert den Export von Spielgeräten mit Software-Partnerschaften. Gelingt die Expansion, könnte das Unternehmen seinen globalen Marktanteil deutlich ausbauen.






