Neukirchen-Vluyn diskutiert Livestreams für mehr Transparenz in der Kommunalpolitik
Julian FrankeNeukirchen-Vluyn diskutiert Livestreams für mehr Transparenz in der Kommunalpolitik
Lokale politische Gruppen in Neukirchen-Vluyn haben einen Antrag eingebracht, alle öffentlichen Ratssitzungen per Livestream zu übertragen. Die Grünen, die SPD und Die Linke haben den gemeinsamen Vorschlag vorgelegt, um Transparenz und Zugänglichkeit zu verbessern. Sie argumentieren, dass dies besonders Anwohnern mit Mobilitätseinschränkungen, Betreuungspflichten oder unregelmäßigen Arbeitszeiten zugutekäme.
Der Antrag wird in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 8. Juli 2026 beraten. Zuvor muss die Verwaltung die rechtlichen, technischen und finanziellen Aspekte einer Livestream-Einführung prüfen.
Die beiden Sprecher der Grünen, Alina Böhme und Christian Pelikan, betonten, dass Kommunalpolitik für alle zugänglich sein solle. Livestreams würden es Bürgern ermöglichen, Entscheidungsprozesse auch ohne physische Anwesenheit zu verfolgen.
Elke Buttkereit von der SPD unterstrich, dass Demokratie auf Teilhabe und Offenheit beruhe. Livestreams würden politische Abläufe für alle verständlicher machen, so ihre Überzeugung.
Diane Vormann von der Linken ergänzte, dass politische Informationen alle Bürger erreichen müssten. Sie sieht in Livestreams eine Chance, die Kommunalpolitik inklusiver und bürgernäher zu gestalten.
In vielen Städten Nordrhein-Westfalens werden Ratssitzungen bereits per Livestream übertragen. Einige stellen die Aufzeichnungen zudem online zur späteren Ansicht bereit.
Ziel des Antrags ist es, die öffentlichen Sitzungen in Neukirchen-Vluyn zu modernisieren. Bei einer Zustimmung könnten Bürger künftig von zu Hause aus an den Sitzungen teilnehmen. Bevor eine Entscheidung fällt, muss die Verwaltung jedoch zunächst die Machbarkeit prüfen.






