22 March 2026, 06:17

Parkplatz-Streit in Solingen: Veloroute 2 und City-Ring gefährden 270 Stellplätze und den Einzelhandel

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Demonstration durch eine Straße in Washington, D.C., mit Schildern und Fahrrädern, vor einem Gebäude und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Parkplatz-Streit in Solingen: Veloroute 2 und City-Ring gefährden 270 Stellplätze und den Einzelhandel

Die Pläne zur Umgestaltung des Ohligser City-Rings und zur Einführung der neuen Veloroute 2 haben bei ansässigen Unternehmen und Anwohnern Widerstand ausgelöst. Durch die Maßnahmen sollen über 270 Parkplätze entfallen – eine Entwicklung, die die Sorge schürt, Kunden könnten der Gegend fernbleiben, wenn die bequemen Parkmöglichkeiten wegfallen.

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Solingen warnt, die Änderungen könnten den Handel schwer beeinträchtigen und die Attraktivität der Innenstadt deutlich mindern.

Im Mittelpunkt der Kritik stehen zwei Vorhaben: die Neugestaltung des City-Rings und der Bau der Veloroute 2. Zusammen bedrohen sie mehr als 70 Stellplätze in der Nähe des Rings sowie über 200 entlang der Merscheider Straße. Ursprünglich hatten die städtischen Pläne noch 250 zusätzliche Parkplätze in diesen Bereichen vorgesehen – bis die Überarbeitungen 2023 diese Streichungen mit sich brachten.

Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der MIT Solingen, betont, wie entscheidend einfache Parkmöglichkeiten für Einzelhändler und Dienstleister seien. Ohne sie, so ihre Argumentation, könnten Kundinnen und Kunden ausweichen – mit potenziellen Umsatz- und Arbeitsplatzverlusten. Die Vereinigung kritisiert zudem das fehlende öffentliche Beteiligungsverfahren: Anwohner und Unternehmen seien bei der Planung übergangen worden.

Die MIT fordert eine Überarbeitung der Pläne und ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Radinfrastruktur und den Bedürfnissen von Autofahrern, Lieferverkehr und öffentlichem Nahverkehr. Sie verweist auf Lücken in den Konzepten, etwa fehlende Alternativen für wegfallende Kundenparkplätze oder Lösungen für Lieferfahrzeuge. Zudem gibt es Bedenken, dass die neue Radroute zu Verzögerungen im Busverkehr führen könnte, da sie an mehreren Haltestellen vorbeiführt.

Ohne Anpassungen, so die Warnung, könnten die Projekte der Wirtschaft in Ohligs schaden und weiteren Handel aus der Innenstadt vertreiben.

Der Verlust von 270 Parkplätzen bleibt der größte Streitpunkt in der Debatte. Während Unternehmen um sinkende Kundenfrequenzen fürchten, moniert die MIT, dass die aktuellen Pläne keine praktikablen Alternativen für Autofahrer und Lieferanten bieten. Ohne Änderungen, so die Befürchtung, könnten die Vorhaben den Ohligser Einzelhandel schwächen und den lokalen Verkehr beeinträchtigen.

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