Rauchen wird unter jungen Deutschen wieder zum Trend – trotz aller Risiken
Philipp SchulteRauchen wird unter jungen Deutschen wieder zum Trend – trotz aller Risiken
Rauchen liegt bei jungen Deutschen wieder im Trend – trotz bekannter Gesundheits- und Umweltrisiken. Die Entwicklung steht im krassen Gegensatz zu verschärften Anti-Tabak-Gesetzen in anderen Ländern, darunter ein radikales neues Verbot im Vereinigten Königreich. Dort wird es allen, die nach 2009 geboren wurden, für immer unmöglich sein, legal Zigaretten zu kaufen – ein Schritt, der weltweit für Diskussionen sorgt.
Die Geschichte des Tabaks reicht Jahrhunderte zurück. Schon Jäger- und Sammlerkulturen nutzten ihn in Ritualen, bevor er im 16. Jahrhundert zum Luxusgut der europäischen Elite wurde. Lange Zeit war Rauchen eine männlich dominierte Gewohnheit, verbunden mit Reichtum und Macht.
Im 20. Jahrhundert erhielt die Zigarette neue Bedeutungen: Ein rauchender Mann galt oft als intellektuell und autoritär, während rauchende Frauen als geheimnisvoll und glamourös wahrgenommen wurden. Heute greifen junge Menschen in Berlin wieder zur Zigarette – als Symbol des Aufbegehrens und der Freiheit.
Das britische Gesetz geht einen anderen Weg. Es verbietet den Tabakverkauf dauerhaft an alle, die nach 2009 geboren wurden, und zielt darauf ab, das Rauchen schrittweise abzuschaffen. Befürworter sehen darin einen notwendigen Schritt, Kritiker werfen der Regierung vor, jüngere Generationen unfair zu benachteiligen. Die Maßnahme wird zeigen, ob strenge Regulierung die Faszination des Verbotenen überwiegen kann.
Während andere Länder die Daumenschrauben anziehen, feiern deutsche Jugendliche das Rauchen als Statement. Das britische Lebenszeitverbot gehört zu den härtesten Anti-Tabak-Maßnahmen überhaupt. Sein Erfolg – oder Scheitern – könnte die künftige Tabakpolitik in ganz Europa prägen.






