17 June 2026, 17:13

Rettungsdienste in NRW kämpfen mit Personalmangel und langen Wartezeiten

FREIHEITSDEMOKRATEN SETZEN SICH FÜR REFORMEN IM NOTFALLSERVICE EIN

Rettungsdienste in NRW kämpfen mit Personalmangel und langen Wartezeiten

Rettungsdienste in Nordrhein-Westfalen stehen unter wachsendem Druck Personalmangel, steigende Kosten und fehlende Regelungen gefährden die Einsatzzeiten von Rettungswagen in der gesamten Region.

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In Nordrhein-Westfalen steht ein großer Teil der Rettungskräfte kurz vor dem Ruhestand. Dadurch drohen den Kommunen akute Personalengpässe, die die Aufrechterhaltung der Versorgungsstandards erschweren. Zwar schreibt das geltende Gesetz den lokalen Behörden vor, für ausreichend Personal zu sorgen – konkrete Unterstützung bei der Umsetzung bleibt jedoch aus.

Die Ausbildung neuer Kräfte ist für kleinere Städte kostspielig und schwer zu organisieren. Viele Gemeinden werben daher qualifiziertes Personal aus größeren Städten ab, wo die meisten Ausbildungsstätten angesiedelt sind. Dies verschärft die Ungleichheit zwischen städtischer und ländlicher Notfallversorgung weiter.

Die Freie Wählergemeinschaft Nordrhein-Westfalen fordert nun konkrete Maßnahmen. Sie verlangt Landeszuschüsse, um die Ausbildungsvergütung von angehenden Rettungskräften während ihrer Ausbildung zu sichern. Zudem sollen Berufsschulen und Ausbildungszentren flächendeckend in der Region eingerichtet werden. Ein weiterer zentraler Punkt ist die gesetzliche Verankerung verbindlicher Höchstzeiten für Rettungseinsätze – eine Regelung, die im aktuellen Rettungsdienstgesetz des Landes fehlt. Zudem pocht die Vereinigung auf eine vollständige Kostenübernahme der schulischen Ausbildung durch die zuständigen Träger.

Ohne Gegensteuerung könnten sich die Wartezeiten auf Rettungswagen in Notfällen deutlich verlängern. Die vorgeschlagenen Schritte zielen darauf ab, den Personalmangel zu beheben und eine schnellere, zuverlässigere Versorgung zu gewährleisten. Nun liegt es an der Landespolitik, auf die Forderungen zu reagieren.

Quelle