Rheinfrühlingsfest 2026: Trotz Umweltdebatte kehrt das Feuerwerk nach Mainz zurück
Anton MeyerRheinfrühlingsfest 2026: Trotz Umweltdebatte kehrt das Feuerwerk nach Mainz zurück
Das Mainzer Rheinfrühlingsfest kehrt 2026 mit Feuerwerk zurück – trotz Umweltdiskussion und Tierschutzbedenken
Nach einem Trend zu Drohnen-Lichtshows bei anderen Veranstaltungen wird das Rheinfrühlingsfest in Mainz in diesem Jahr wieder mit Feuerwerk glänzen. Die Veranstalter kommen damit dem Publikumswunsch nach, obwohl die Debatten über Umweltbelastung und Tierwohl immer lauter werden. Das Fest findet vom 28. März bis 12. April 2026 statt, mit zwei großen Feuerwerken an der Rheinpromenade.
Im vergangenen Jahr hatte Mainz das traditionelle Feuerwerk zum Johannisabend durch eine Drohnenshow ersetzt. Die aufwendige Inszenierung kostete über 30.000 Euro – mehr als das Doppelte konventioneller Feuerwerke. Bürgermeister Nino Haase (parteilos) begrüßte den Wechsel und betonte die ökologischen Vorteile sowie die nachhaltige visuelle Wirkung der Drohnen.
Doch der Schaustellerverband, der das Rheinfrühlingsfest eigenständig organisiert und finanziert, setzt weiterhin auf Feuerwerk. Als unabhängiger Träger ist er nicht auf städtische Mittel angewiesen. Den Auftakt bildet am Samstag, 28. März, das erste Feuerwerk; ein zweites folgt am Samstag, 11. April.
Während die Stadt die wachsende Skepsis gegenüber Feuerwerken aufgrund von Umwelt- und Tierschutzaspekten anerkennt, spiegelt die Entscheidung des Verbands wider, dass die Begeisterung für das traditionelle Spektakel ungebrochen ist. Die Rückkehr zum Feuerwerk erfolgt trotz höherer Kosten für Alternativen und der anhaltenden Nachhaltigkeitsdebatte. Beide Shows werden wie geplant stattfinden – vollständig aus Eigenmitteln der Schausteller finanziert. Der Schritt zeigt, wie stark öffentliche Vorlieben lokale Veranstaltungstraditionen prägen.






