09 May 2026, 12:16

Ruhrgebiet setzt auf gemeinsame Wärmewende bis 2026

Liniendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Ruhrgebiet setzt auf gemeinsame Wärmewende bis 2026

Drei Städte im Ruhrgebiet – Bottrop, Gelsenkirchen und Gladbeck – arbeiten gemeinsam daran, eine neue bundesweite Vorgabe umzusetzen. Bis Mitte 2026 müssen alle großen deutschen Städte einen kommunalen Wärmewendeplan vorlegen. Durch die Zusammenarbeit sollen Kosten gespart und der Prozess beschleunigt werden, indem Ressourcen und Fachwissen gebündelt werden.

Das Projekt hat eine entscheidende Phase erreicht, nachdem das Vergabeverfahren für die Wärmeplanung abgeschlossen wurde. Die Fachfirma Con-Energy Consult übernimmt die Federführung. Ihre erste Aufgabe besteht darin, die aktuelle Energiesituation jeder Stadt zu analysieren. Anschließend werden Potenziale identifiziert und eine detaillierte Umsetzungsstrategie erarbeitet.

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Die drei Städte verfügen bereits über gemeinsame Versorgungsnetze, was die Zusammenarbeit besonders sinnvoll macht. Dr. Klaus Rammert-Bentlage, Projektleiter in Bottrop, betonte die Vorteile des Wissensaustauschs, um die Belastung für die Steuerzahler zu verringern. Jürgen Harks, der das Vorhaben in Gladbeck leitet, setzte einen ehrgeizigen Zeitplan: Alle drei Kommunen sollen ihre Pläne bereits Anfang 2026 finalisieren.

Transparenz und Bürgerbeteiligung bleiben zentrale Elemente des Prozesses. Juliane Hausknecht von Con-Energy Consult versprach eine offene Kommunikation, um die Anliegen der Anwohner zu berücksichtigen. Kai Thiemann, Vertreter Gelsenkirchens, unterstrich dieses Bekenntnis und hob hervor, wie wichtig es ist, die Bürger auf jedem Schritt zu informieren und einzubinden.

Das übergeordnete Ziel ist der Aufbau eines nachhaltigen Energiesystems. Dieses soll erneuerbare Energien mit Abwärme kombinieren und so ein effizienteres und umweltfreundlicheres Netz für die Zukunft schaffen.

Die drei Städte gehen nun mit einem klaren Fahrplan voran. Die Analysen von Con-Energy Consult werden die nächsten Schritte leiten, wobei Kosteneinsparungen und Bürgerbeteiligung Priorität haben. Sollte der gemeinsame Ansatz erfolgreich sein, könnte er als Vorbild für andere Regionen dienen, die vor ähnlichen Fristen stehen. Die fertigen Pläne sollen deutlich vor der bundesweiten Deadline 2026 eingereicht werden.

Quelle