Solingen: Nur 73,3 Prozent der Briefwahlstimmen bei Stichwahl zurückgekommen
Lina SchmidtSolingen: Nur 73,3 Prozent der Briefwahlstimmen bei Stichwahl zurückgekommen
Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Solingen: 73,3 Prozent der Briefwahlstimmen zurückgegeben
Bei der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Solingen wurden 73,3 Prozent der Briefwahlunterlagen zurückgesandt – ein Rückgang im Vergleich zur Hauptwahl Anfang dieses Monats. Als Hauptgrund für die geringere Beteiligung nannten Behörden die engen Postfristen.
Von den 22.745 verschickten Briefwahlunterlagen gingen 16.415 fristgerecht ein und wurden gezählt. Weitere 1.348 Stimmen trafen zu spät ein, während 6.466 Wahlberechtigte ihre Stimme nicht abgaben. Damit gab etwa jeder vierte Antragsteller seinen Stimmzettel nicht rechtzeitig ab.
Das Wahlamt hatte bis zum Samstag, den 27. September, mittags Ersatzunterlagen für diejenigen ausgestellt, die ihre ursprünglichen Unterlagen noch nicht erhalten hatten. Trotz wiederholter Hinweise zu Fristen und Abläufen blieb die Rücklaufquote jedoch hinter den 88,9 Prozent der Hauptwahl vom 14. September zurück, bei der 22.745 von 25.586 Briefwahlstimmen gewertet wurden.
Stichwahlen verzeichnen in der Regel eine geringere Wahlbeteiligung als Hauptwahlen, und die Zahlen aus Solingen entsprachen damit dem Trend in Nachbarstädten wie Wuppertal und Remscheid. Auch die Nicht-Erhaltsquote von etwa 11 Prozent bei den Briefwahlunterlagen lag im Durchschnitt der letzten Jahre.
Die endgültige Wahlbeteiligung bei der Stichwahl in Solingen betrug etwa 52 Prozent – ein Anstieg gegenüber 45 Prozent im Jahr 2022. Zwar war die Rückgabequote der Briefwahlstimmen niedriger als bei der Hauptwahl, doch setzte sich der allmähliche Anstieg der Gesamtbeteiligung seit 2021 fort. Die Behörden hatten wiederholt auf das Risiko von Postverzögerungen hingewiesen und die Wähler aufgefordert, ihre Stimmen frühzeitig abzugeben.






