17 June 2026, 19:04

Solinger Friedhöfe öffnen Bestattungen für alle – auch ohne Kirchenbindung

Zahl der Urnenbeisetzungen auf evangelischen Friedhöfen steigt

Solinger Friedhöfe öffnen Bestattungen für alle – auch ohne Kirchenbindung

Solinger evangelische Friedhöfe öffnen Beerdigungsdienst für Nichtmitglieder

Die evangelischen Friedhöfe in Solingen haben ihr Bestattungsangebot erweitert und stehen nun auch Menschen ohne kirchliche Bindung offen. Der Evangelische Kirchenkreis ermöglicht es damit allen Bürgern, unabhängig von ihrem Hintergrund, die Friedhofsflächen zu nutzen. Die Änderung erfolgt vor dem Hintergrund sich wandelnder Bestattungstrends in der Stadt.

Urnengrabstätten sind in Solingen mittlerweile die häufigste Bestattungsform. 2022 machten sie über zwei Drittel aller Beisetzungen aus – ein deutlicher Anstieg seit 2014. Gleichzeitig gehen Sargbestattungen seit Jahren kontinuierlich zurück.

Neben klassischen Grabstellen bieten die Friedhöfe vielfältige Alternativen: von Wiesengräbern über Kolumbarien bis hin zu Baumbestattungen. Besonders hervorzuheben sind spezielle Angebote wie das „Kunst- und Kultur“-Urnengrab auf dem Kasinostraßen-Friedhof oder der „Garten der Hoffnung“ auf dem Grünbaumstraße-Friedhof.

Viele Angehörige entscheiden sich zunehmend für pflegeleichte Gräber. Diese entbinden die Familien von der regelmäßigen Grabpflege, da die Friedhofsverwaltung gegen eine einmalige Gebühr die Instandhaltung übernimmt. Die Nachfrage nach solchen Lösungen steigt – besonders bei denen, die nicht mehr in Solingen leben oder sich langfristige Pflegeverpflichtungen ersparen möchten.

Trotz dieser Entwicklungen bleibt die Gesamtzahl der Beisetzungen stabil: Die evangelischen Friedhöfe Solingens verzeichnen jährlich weiterhin zwischen 800 und 850 Bestattungen.

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Die Öffnung für Nichtmitglieder spiegelt den Wandel im Bestattungswesen wider. Urnenbestattungen dominieren, während pflegeleichte Gräber den Bedürfnissen moderner Familien entsprechen. Mit diesen Anpassungen stellen die Friedhöfe sicher, dass sie die Gemeinschaft auch künftig bedarfsgerecht begleiten können.

Quelle