28 March 2026, 18:20

Tigerparks in Pattaya: Grausamkeit hinter den Kulissen der Touristenattraktion

Ein Blatt Papier mit einer Zeichnung von Wildtieren, darunter ein Tiger, und etwas begleitenden Text.

Tigerparks in Pattaya: Grausamkeit hinter den Kulissen der Touristenattraktion

Ein tiefer, dröhnender Brüll hallt durch die schwüle Luft des Tigerparks von Pattaya, wo täglich Dutzende gefangener Tiger Scharen von Besuchern anlocken. Doch hinter den Kulissen äußern Tierschutzorganisationen ernste Bedenken hinsichtlich der Haltung dieser Großkatzen – sie werfen den Betreibern Grausamkeit und gewinnorientierte Ausbeutung vor.

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Laut Berichten setzen Trainer in vielen Tigerparks bereits bei Jungtieren brutale Methoden ein, um die Tiere gefügig zu machen. Metallstangen sollen gegen ungehorsame Tigerbabys eingesetzt werden, bis ihr natürlicher Widerstand gebrochen ist und sie ungewöhnlich sanftmütig wirken. Besucher wundern sich oft, wie ruhig die Raubtiere es dulden, von Fremden angefasst zu werden – ein Verhalten, das bei wilden Tigern völlig unnatürlich ist.

Durch ständige Nachzucht wird ein konstanter Nachschub an Jungtieren für Touristenattraktionen sichergestellt. Kritiker argumentieren jedoch, dass diese Parks keinen Beitrag zum Artenschutz leisten, sondern lediglich die Nachfrage nach Tiger-Interaktionen anheizen. Unklar bleibt das Schicksal älterer Tiere – es gibt Befürchtungen, dass einige in den illegalen Handel mit Knochen, Fellen und anderen Körperteilen gelangen.

Unterdessen erholt sich der Bestand wildlebender Tiger in Thailand langsam. Laut Angaben der Nationalparkbehörde leben in geschützten Reservaten mittlerweile wieder etwa 200 bis 250 Tiger – ein Erfolg, der auf verstärkte Anti-Wilderer-Patrouillen, die Renaturierung von Lebensräumen und die Regulierung von Beutetierbeständen zurückgeht. Doch strenge Schutzgesetze werden oft aufgrund von Korruption nicht durchgesetzt.

Auch die Haltung der Öffentlichkeit ändert sich. Immer mehr europäische Touristen meiden Attraktionen wie Elefantenritte oder Tiger-Selfies und entscheiden sich stattdessen für ethische Wildtiererlebnisse.

Der Kontrast zwischen den sich erholenden wilden Tigern Thailands und dem Schicksal der gefangenen Tiere verdeutlicht eine wachsende Kluft: Während Artenschutzmaßnahmen in Nationalparks Fortschritte zeigen, geht die Ausbeutung von Tigern für die Unterhaltungsindustrie unter lascher Aufsicht weiter. Das langfristige Überleben dieser Tiere könnte von strengeren Kontrollen und einem Wandel im Touristenverhalten abhängen.

Quelle