27 March 2026, 14:21

Warum das Misstrauen in die Demokratie immer weiter wächst – und wer davon profitiert

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "├ľffne die Grenzen, rette Leben, bek├Ąmpfe Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einer Stange, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Stra├če.

Warum das Misstrauen in die Demokratie immer weiter wächst – und wer davon profitiert

Der Soziologe Aladin El-Mafaalani hat untersucht, warum das Misstrauen gegenüber der Demokratie wächst. In seinem Buch "Gemeinschaften des Misstrauens" analysiert er, wie Menschen das Vertrauen in staatliche Institutionen, Gerichte, Wissenschaft und Medien verlieren. Seine Studie wirft ein neues Licht auf den Aufstieg des Rechtspopulismus und die dahinterstehenden Strategien.

El-Mafaalani zeigt, dass misstrauische Menschen sich oft mit Gleichgesinnten verbünden, die ihre Skepsis teilen. Diese Gruppen, die er als "Gemeinschaften des Misstrauens" bezeichnet, verstärken gegenseitig ihre Ansichten. Digitale Medien haben es solchen Personen erleichtert, sich zu vernetzen und zu organisieren.

Seine Arbeit erklärt, wie Figuren wie Donald Trump oder die deutsche AfD Unterstützung gewinnen. Diese Bewegungen gedeihen, indem sie die liberale Demokratie selbst angreifen. Selbst wenn Populisten ihre Versprechen nicht einlösen, machen ihre Anhänger oft nicht die Führung verantwortlich, sondern die Demokratie als solche.

El-Mafaalani argumentiert, dass bloße Enthüllungen über die Inkompetenz der AfD das Vertrauen nicht zurückbringen werden. Stattdessen schlägt er vor, dass ein tieferes Verständnis dieser Dynamiken zu besseren Gegenstrategien führen könnte. Peter Unfried, Chefredakteur von "FUTURZWEI", hat gefragt, welche konkreten Schritte diesem Trend entgegenwirken könnten.

Zu den jüngsten parlamentarischen Aktivitäten der AfD gehört ein Gesetzesentwurf für 2026, der Boykotte von Unternehmen verbieten soll, die mit der Partei in Verbindung stehen. Zudem setzt sie sich für weniger Bürokratie und eine stärkere Absicherung der landwirtschaftlichen Versorgung ein. Bisher sind jedoch keine gezielten Maßnahmen gegen El-Mafaalanis "Gemeinschaften des Misstrauens" dokumentiert.

El-Mafaalanis Analyse bietet ein klareres Bild davon, wie sich Misstrauen verbreitet und wie Populisten es ausnutzen. Seine Erkenntnisse legen nahe, dass neue Ansätze nötig sind, um das Vertrauen in demokratische Institutionen wiederherzustellen. Die Herausforderung bleibt, diese Einsichten in konkretes Handeln umzusetzen.

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