Zoll schlägt zu: Tausende Kontrollen gegen Schwarzarbeit und Lohnbetrug
Lina SchmidtZoll schlägt zu: Tausende Kontrollen gegen Schwarzarbeit und Lohnbetrug
Deutsche Zollbehörden haben in einer groß angelegten Aktion gegen illegale Beschäftigung und Lohnverstöße durchgegriffen. Rund 3.000 Beamte befragten fast 6.500 Arbeitnehmer und leiteten Hunderte von Ermittlungen wegen Schwarzarbeit, Mindestlohnverstößen und nicht angemeldeter Beschäftigung ein.
Im Fokus der Operation standen besonders gefährdete Branchen wie Gastronomie, Hotellerie, Fahrdienste und Spielhallen. Die Zollteams führten über 700 detaillierte Prüfungen von Geschäftsunterlagen und Lohnabrechnungssystemen durch. Dabei wurden etwa 1.800 mutmaßliche Verstöße aufgedeckt, von denen rund 600 im Zusammenhang mit möglichen Mindestlohnverletzungen standen.
In der Folge wurden über 800 Ermittlungsverfahren wegen illegaler Beschäftigung und Schwarzarbeit eingeleitet. Zudem leiteten die Beamten 460 Ordnungswidrigkeitsverfahren ein, darunter mehr als 90 Fälle von Mindestlohnverstößen. In etwa 340 Fällen folgten strafrechtliche Ermittlungen, etwa wegen vorenthaltenen Sozialabgaben oder illegalem Aufenthalt.
Der Zollfahndungsdienst (FZD) setzte einen risikobasierten Ansatz ein, um gezielt Bereiche mit besonders hoher Missbrauchsgefahr zu überprüfen. Weitere Kontrollen werden nun Arbeitnehmerangaben mit Unternehmenslohn- und Finanzunterlagen abgleichen, um die Einhaltung der Vorschriften zu überprüfen.
Die Aktion hat zu Hunderten von Ermittlungen und rechtlichen Schritten gegen Arbeitgeber geführt. Nachkontrollen sollen sicherstellen, dass Lohnabrechnungen korrekt sind und die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Für Medienanfragen bleibt die Pressestelle der Generalzoll-direktion die offizielle Anlaufstelle.






