Zoll stoppt polnische und bulgarische Lkw wegen tausender Mautschulden
Philipp SchulteZoll stoppt polnische und bulgarische Lkw wegen tausender Mautschulden
Zollbeamte in Aachen sind gegen zwei ausländische Transportunternehmen wegen unbezahlter Mautgebühren vorgegangen. Bei getrennten Kontrollen wurden ein polnisches und ein bulgarisches Unternehmen auf deutschen Autobahnen mit ausstehenden Schulden angehalten. In beiden Fällen führten die Maßnahmen zu sofortigen Zahlungen in Höhe mehrerer tausend Euro.
Der erste Fall ereignete sich am 4. Juni 2025 an der Raststätte Rurscholle Nord auf der A4 bei Düren. Bei einem polnischen Transportunternehmen wurden 48 unbezahlte Mautbescheide in Höhe von insgesamt 8.663,50 Euro festgestellt. Das Bundesamt für Logistik und Mobilität in Köln hatte das Unternehmen bereits zuvor gemeldet, da es wiederholt Firmenlogos von Lkw entfernt hatte, um einer Identifizierung zu entgehen. Die Aachener Zollbeamten trieben die vollständige Summe vor Ort ein.
Schon im Mai 2025 war ein bulgarisches Transportunternehmen aus Sofia in der Nähe von Aachen kontrolliert worden. Der Fahrer musste einen Vollstreckungsbescheid wegen ausstehender Mautgebühren begleichen, den er umgehend per Kreditkarte bezahlte. Die Zollfahnder hatten das bulgarische Unternehmen wochenlang observiert, bevor es gestoppt wurde.
Das Zollteam in Aachen ist regelmäßig mit der grenzüberschreitenden Beitreibung von Zoll- und öffentlichen Forderungen befasst. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Beschlagnahmung großer Drogenlieferungen an den Grenzen zu Belgien und den Niederlanden.
Die beiden Fälle unterstreichen die anhaltenden Bemühungen, ausstehende Mautgebühren von ausländischen Transportfirmen einzutreiben. Beide Unternehmen kamen den Forderungen nach und beglichen gemeinsam über 8.600 Euro. Die Behörden bleiben wachsam gegenüber Unternehmen, die durch das Entfernen von Logos oder andere Tricks eine Erkennung umgehen wollen.






