Zollkontrollen decken massive Verstöße in Hotellerie und Gastronomie auf
Julian FrankeZollkontrollen decken massive Verstöße in Hotellerie und Gastronomie auf
Zollbehörden haben in der Hotellerie- und Gastronomiebranche Kontrollen durchgeführt und dabei zahlreiche Verstöße gegen Arbeits- und Aufenthaltsrecht aufgedeckt. Bei den Überprüfungen wurden 156 Beschäftigte kontrolliert und Geschäftsunterlagen mehrerer Unternehmen geprüft.
Vier Betriebe standen während der Aktion besonders im Fokus. Die Prüfer untersuchten 24 Mitarbeiter sowie deren Arbeitsdokumente und betriebliche Unterlagen. Dabei wurden drei Fälle festgestellt, in denen Beschäftigungsverhältnisse nicht wie gesetzlich vorgeschrieben gemeldet worden waren.
Zudem deckten die Behörden vier mutmaßliche Verstöße gegen den Mindestlohn auf. In zwei Fällen ging es um Lohnvorenthaltung und Veruntreuung von Arbeitsentgelt. Darüber hinaus kamen sieben mögliche Fälle von Sozialleistungsbetrug ans Licht.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisverstößen. Zwölf Personen hielten sich illegal in Deutschland auf, drei weitere arbeiteten ohne die erforderlichen Genehmigungen.
Die Hotellerie- und Gastronomiebranche steht aufgrund ihrer großen Belegschaft und der strengen Mindestlohnregelungen weiterhin unter besonderer Beobachtung. Die jüngsten Kontrollen zeigen, dass die Einhaltung der Vorschriften in diesem Sektor weiterhin eine Herausforderung darstellt.
Die Aktion förderte eine Bandbreite an Verstößen zutage – von Lohnbetrug über illegale Beschäftigung bis hin zu Aufenthaltsvergehen. Die Zollbehörden werden die Branche auch in den kommenden Monaten weiter engmaschig überwachen; weitere Kontrollen sind geplant.






