Altersarmut in Deutschland: Warum Millionen Rentner um ihre Zukunft bangen müssen
Philipp SchulteAltersarmut in Deutschland: Warum Millionen Rentner um ihre Zukunft bangen müssen
Altersarmut bleibt in Deutschland ein drängendes Problem – Millionen Menschen sind nach dem Renteneintritt von finanzieller Not bedroht. Aktuelle Zahlen zeigen, dass bereits 15,5 Prozent der Bevölkerung, rund 13 Millionen Menschen, in Einkommensarmut leben. Für Rentnerinnen und Rentner ist die Lage besonders prekär, da die gesetzliche Rente oft nicht einmal die grundlegenden Lebenshaltungskosten deckt.
Frauen sind bei der Altersvorsorge besonders benachteiligt: Im Schnitt liegen ihre Rentenansprüche 31,4 Prozent unter denen der Männer. Diese Lücke trägt maßgeblich dazu bei, dass ältere Frauen deutlich häufiger von Armut betroffen sind.
Die Daten verdeutlichen eine wachsende Krise der Alterssicherung. Da die gesetzliche Rente weniger als die Hälfte des früheren Einkommens abdeckt, droht Millionen Beschäftigten der Absturz in die Armut nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben. Anpassungen wie die geplante Erhöhung der Minijob-Grenze ab 2026 könnten zwar etwas Entlastung bringen – doch um die sich verschärfende Schere zu schließen, sind grundlegende Reformen nötig.
