Antisemitische Beleidigungen und Gewalt überschatten Fußballspiel in Köln
Anton MeyerSportverband bearbeitet Antisemitismus-Vorwürfe - Antisemitische Beleidigungen und Gewalt überschatten Fußballspiel in Köln
Ein regionales Fußballspiel zwischen TuS Makkabi Köln und der zweiten Mannschaft von TFG 78 Nippes hat zu schweren Vorwürfen wegen antisemitischer Beleidigungen und Gewalt geführt. Die am 14. September ausgetragene Partie endete mit einem 7:2-Sieg für TuS Makkabi – doch die Folgen haben nun ein Strafverfahren und disziplinarische Maßnahmen nach sich gezogen.
Während und nach dem Spiel berichteten mehrere Spieler von TuS Makkabi Köln von Beleidigungen, darunter antisemitische Hassäußerungen. Zwei von ihnen wurden von einem Gegenspieler angespuckt, andere erlitten nach dem Schlusspfiff körperliche Angriffe. Mittlerweile sind sechs Personen aus den Reihen von TFG Nippes II in die Vorwürfe verwickelt.
TuS Makkabi Köln hat inzwischen bei der Staatsanwaltschaft Köln (Aktenzeichen 121 Js 1993/25) Strafanzeige wegen Beleidigung und Körperverletzung erstattet. Auch der Fußballverband Mittelrhein ist aktiv geworden und hat für den 10. Oktober eine Verhandlung vor dem Sportgericht in der Sportschule Hennef angesetzt.
TFG Nippes II wies die Vorwürfe zunächst zurück, erklärte sich später jedoch bereit, den Vorfall zu überprüfen. Die Ermittler arbeiten weiterhin an der Rekonstruktion der Ereignisse, ohne dass bisher abschließende Erkenntnisse vorliegen.
Der Fall wird sowohl vom Fußballverband als auch von der Staatsanwaltschaft untersucht. In der anstehenden Verhandlung sollen die Vorwürfe wegen Beleidigungen und Gewalt geprüft werden. Über mögliche Sanktionen wird nach Abschluss des Verfahrens entschieden.






