Borbet-Werk in Solingen: Arbeiter kämpfen um ihre Arbeitsplätze und Zukunft
Julian FrankeBorbet-Werk in Solingen: Arbeiter kämpfen um ihre Arbeitsplätze und Zukunft
Das Borbet-Werk in Solingen steht vor der Schließung – damit sind zahlreiche Arbeitsplätze in Gefahr. Arbeiter und ihre Familien protestieren seitdem täglich, um den Standort zu erhalten und ihre Existenz zu sichern.
Die Beschäftigten des Werks an der Weyerstraße versammeln sich seit Tagen jeden Nachmittag um 13:00 Uhr. Mit ihren Kundgebungen wollen sie das Unternehmen unter Druck setzen, die Entscheidung rückgängig zu machen. Die Schließung bedroht nicht nur ihre Jobs, sondern auch die wirtschaftliche Sicherheit ihrer Familien.
Lokale Politiker zeigen sich solidarisiert mit der Belegschaft. Manfred Ackermann und Sabine Vischer-Kippenhahn, die beiden Vorsitzenden der Solinger SPD, besuchten die Protestierenden vor Ort. Ackermann richtete sich in einer Rede an die Menge und betonte die Sorgen um das private Leben der Beschäftigten sowie die langjährigen kollegialen Bindungen. Sabine Vischer-Kippenhahn forderte das Unternehmen auf, die Pläne zu überdenken, und unterstrich die Bedeutung Solingens als Wirtschaftsstandort.
Auch aus dem benachbarten Wuppertal gab es Unterstützung: Servet Köksal, Vorsitzender der Wuppertaler SPD, und die Landtagsabgeordnete Dilek Engin reisten zum Werk, um sich an die Seite der Arbeiter zu stellen und deren Kampagne zu stärken.
Die geplante Werksschließung hat Mitarbeiter, Familien und lokale Verantwortungsträger im Protest vereint. Die täglichen Demonstrationen gehen weiter, während sie auf eine Kehrtwende des Unternehmens drängen. Das Ergebnis bleibt ungewiss, doch die gezeigte Solidarität ist beeindruckend.
