Coca-Cola-Chef kritisiert Deutschlands Bürokratie und hohe Betriebskosten trotz Regierungsreformen
Anton MeyerCoca-Cola-Chef kritisiert Deutschlands Bürokratie und hohe Betriebskosten trotz Regierungsreformen
John Galvin, der Deutschland-Chef von Coca-Cola Europacific Partners (CCEP), hat sich kritisch zum hiesigen Wirtschaftsklima geäußert. Er nannte überbordende Bürokratie, hohe Betriebskosten und zähe Genehmigungsverfahren als zentrale Hindernisse für Unternehmen. Seine Kritik kommt, obwohl die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz jüngst Entlastungen bei Regularien angekündigt hatte.
CCEP, das Marken wie Coca-Cola, Fanta und Sprite vertrieben, betreibt in Deutschland 24 Standorte und beschäftigt rund 6.100 Mitarbeiter. Das Unternehmen verkauft jährlich etwa 4,1 Milliarden Liter Getränke. Doch selbst einfache Vorhaben – etwa das Versetzen eines Zauns, das Beschneiden von Bäumen oder die Reparatur eines Daches – entwickelten sich laut Galvin zu langwierigen Prozessen, verursacht durch Zuständigkeitswirrwarr und starre Vorschriften.
Galvins Äußerungen spiegeln die anhaltende Unzufriedenheit der Wirtschaft mit den regulatorischen Hürden und hohen Kosten in Deutschland wider. Zwar wurden die jüngsten Schritte der Regierung zur Vereinfachung von Regelungen anerkannt, doch die Industrie fordert schnellere und entschlossene Reformen. Unternehmen wie CCEP bleiben vorerst in Deutschland verankert – doch der Druck auf Veränderungen wächst.
