20 March 2026, 06:16

München begrüßt Dirigent Lahav Shani mit bayerischem "Servus" statt "Shalom"

Ein altes, detailliertes Stadtplan von München, Deutschland, mit Straßen, Parks und Sehenswürdigkeiten, in Blau, Grün und Gelb gehalten und mit einem dekorativen Rahmen.

München begrüßt Dirigent Lahav Shani mit bayerischem "Servus" statt "Shalom"

München begrüßt seinen neuen Münchner Philharmoniker-Dirigenten Lahav Shani mit typisch bayerischem Charme

Statt einer schlichten Begrüßung empfing die Stadt Lahav Shani mit einem herzhaften "Servus!" in ihren Werbekampagnen. Dieser Ansatz spiegelt Münchens Vorliebe wider, ausländische Einflüsse mit lokaler Kultur zu verbinden – ein Phänomen, das hierzulande als "Bayernkult" bekannt ist, statt sich auf breite Multikulturalität einzulassen.

Der Wechsel zu Shani an der Spitze des Orchesters folgte auf eine umfangreiche Öffentlichkeitskampagne der Münchner Philharmoniker. In der vergangenen Spielzeit veranstaltete das Orchester über 100 "Spielfeld"-Bildungsprogramme und erreichte damit mehr als 40.000 Menschen. Diese Initiativen unterstreichen das Engagement des Orchesters, jüngere Zielgruppen und die breitere Bevölkerung anzusprechen.

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Die kulturelle Identität der Stadt spielte eine zentrale Rolle bei Shannis Einführung. Während Berlin einst Simon Rattle mit schlichten "Welcome!"-Plakaten begrüßte, setzte München auf einen anderen Weg. Statt "Shalom" – ein Verweis auf Shannis israelische Wurzeln – griff die Kampagne auf bayerische Traditionen zurück. Selbst lokale Politiker wie Ministerpräsident Markus Söder verkörpern diese Mischung aus Kulturen, bekannt etwa durch seinen "Söder-Döner", einen nach ihm benannten Kebab.

Shannis Amtsantritt fiel zudem mit einem besonderen Konzert zusammen: der "Symphonic Hoagascht", dirigiert von Simon Rattle. Die Veranstaltung unterstrich Münchens Fähigkeit, Hochkultur mit regionalem Flair zu verbinden, und festigte den eigenwilligen Weg der Stadt, Außenstehende zu integrieren.

Die neue Spielzeit der Münchner Philharmoniker beginnt nun unter Shannis Leitung, unterstützt von einer Gemeinschaft, die sowohl Tradition als auch Offenheit schätzt. Die Bildungsprogramme des Orchesters und die kulturelle Markenbildung der Stadt signalisieren das anhaltende Bemühen, mit den Bürgern in Verbindung zu bleiben. Indem München "Servus!" statt "Shalom" wählte, zeigte es einmal mehr seine Vorliebe für den "Bayernkult" – eine lokale Note inmitten globaler Einflüsse.

Quelle