Neue Gemeinschaftsübersetzer:innen brechen Sprachbarrieren in der Stadt
Julian FrankeNeue Gemeinschaftsübersetzer:innen brechen Sprachbarrieren in der Stadt
Eine neue Gruppe von Gemeinschaftsübersetzerinnen und -übersetzern hat erfolgreich eine langjährige Ausbildungsinitiative abgeschlossen. Die ehrenamtlichen Kräfte werden künftig lokale Behörden, Schulen und Gesundheitseinrichtungen in der gesamten Stadt unterstützen. Ihr Einsatz zielt darauf ab, die Kommunikation für Einwohnerinnen und Einwohner zu verbessern, die wenig oder kein Deutsch sprechen.
Das Qualifizierungsprogramm umfasste über 40 Stunden und behandelte Übersetztechniken sowie interkulturelle Kommunikation. Voraussetzung für die Teilnahme waren muttersprachliches Niveau in der Herkunftssprache und Deutschkenntnisse auf B2-Niveau. Die diesjährige Gruppe deckt nun 14 Sprachen ab, darunter Arabisch, Aserbaidschanisch, Bosnisch und Englisch.
Viele der Übersetzerinnen und Übersetzer verfügen über akademische Abschlüsse in Fächern wie Biologie, Chemie oder Medizin. Trotz beruflicher und familiärer Verpflichtungen engagieren sie sich ehrenamtlich, um soziale Dienste, Bildungseinrichtungen und das Gesundheitswesen zu unterstützen. Das Programm, das nun bereits in der sechsten Generation läuft, bildet seit 2018 fast jährlich Übersetzer aus. Tetyana Berezhna, eine in der Ukraine geborene Übersetzerin und Koordinatorin im Kommunalen Integrationszentrum, organisiert die Einsätze des Teams. Heidrun Oberländer-Yilmaz, eine deutsch-türkische Vermittlerin, koordiniert und begleitet die Arbeit der Übersetzer. Michael Rüscher betonte ihre Rolle bei der Förderung von Vertrauen und der Vermeidung von Missverständnissen in kritischen Situationen.
Die frisch qualifizierten Übersetzerinnen und Übersetzer werden mit städtischen Einrichtungen, Beratungsstellen und Vereinen zusammenarbeiten. Ihre Fähigkeiten helfen, Sprachbarrieren in wichtigen Dienstleistungsbereichen zu überwinden. Der anhaltende Erfolg des Programms spiegelt den wachsenden Bedarf an mehrsprachiger Unterstützung in der Gemeinschaft wider.
