Nick Cherny verlässt Borussia Dortmund nach enttäuschten Hoffnungen auf Durchbruch
Philipp SchulteNick Cherny verlässt Borussia Dortmund nach enttäuschten Hoffnungen auf Durchbruch
Nick Cherny wird Borussia Dortmund nach Ablauf seines Vertrages verlassen, nachdem er sich gegen eine Verlängerung entschieden hat. Der junge Stürmer, einst ein Aushängeschild in den Jugendmannschaften des Vereins, sucht nun nach einem Neuanfang woanders. Sein Abschied folgt auf eine Saison, die durch eine Verletzung vorzeitig beendet wurde und in der er nur begrenzte Einsatzzeiten in der ersten Mannschaft erhielt.
Cherny wechselte 2023 im Sommer in die Jugendabteilung Dortmunds, nachdem er die Akademie von Arminia Bielefeld verlassen hatte. Schnell machte er auf sich aufmerksam und trug maßgeblich dazu bei, dass die U17 des BVB 2024 die deutsche Meisterschaft gewann – ein Titel, den er bereits ein Jahr zuvor mit Bielefeld geholt hatte. Seine Torgefährlichkeit verschaffte ihm den Ruf eines zuverlässigen Torjägers in den U17- und U19-Teams des Vereins.
Vor seiner Verletzung hatte Cherny bereits den Sprung in die zweite Mannschaft, BVB II, geschafft. In der Regionalliga West 2025/26 kam er auf zehn Einsätze und erzielte dabei zwei Tore. Ein Höhepunkt war das 2:2 gegen Wuppertaler SV, bei dem er sein zweites Saisonspieltor markierte. BVB-II-Trainer Daniel Rios lobte seine Entwicklung und bezeichnete ihn als einen Spieler auf einem "wirklich starken Weg".
Doch dieser Aufwärtstrend stoppte jäh, als sich Cherny einen Teilriss des Syndesmosebands zuzog und seine Saison vorzeitig beendete. Trotz des Rückschlags wurde er in Medienberichten mit Interesse mehrerer Bundesliga- und Zweitligavereine in Verbindung gebracht. Konkrete Angebote blieben jedoch aus; lediglich Gerüchte deuteten darauf hin, dass Borussia Mönchengladbach seine Situation beobachten könnte.
Frustriert über die ausbleibenden Perspektiven für eine sportliche Weiterentwicklung in Dortmund hat Cherny sich nun für einen Wechsel entschieden. Seine Entscheidung ebnet den Weg für einen möglichen Transfer in diesem Sommer, auch wenn bisher noch keine konkreten Angebote vorliegen.
Chernys Abgang markiert das Ende einer dreijährigen Zeit in Dortmunds Jugend- und Reservemannschaften. Ungewiss bleibt, wie es für ihn weitergeht – doch seine Bilanz als torgefährlicher Spieler auf Jugendebene könnte potenzielle neue Arbeitgeber anziehen. Vorerst verlässt er den Verein als vertragsloser Spieler; sein nächster Klub steht noch nicht fest.






