Razzia in Köln: Shisha-Bars und Clubs mit massiven Verstößen gegen Arbeitsrecht überführt
Philipp SchulteRazzia in Köln: Shisha-Bars und Clubs mit massiven Verstößen gegen Arbeitsrecht überführt
Bei jüngsten Kontrollen haben die Behörden in Köln zahlreiche Verstöße gegen Arbeits- und Steuerrecht aufgedeckt. Zollbeamte und städtische Aufsichtsbehörden überprüften dabei 19 Shisha-Bars und fünf Türsteher in Clubs im Stadtzentrum. Die Aktion förderte Lohnunterschreitungen, nicht angemeldete Beschäftigte sowie illegalen Tabak zutage.
Die Kölner Zollverwaltung und die kommunalen Regulierungsstellen führten die Inspektionen im Rahmen einer groß angelegten Razzia durch. Bei acht Arbeitgebern wurden Zahlungen unter dem gesetzlichen Mindestlohn festgestellt. Gegen alle beteiligten Barbetreiber wurden inzwischen strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.
Fünf Dienstleistungskräfte standen im Verdacht, nicht bei der Sozialversicherung gemeldet zu sein. Zwei Mitarbeiter müssen sich nun wegen des Vorwurfs des Sozialbetrugs verantworten. Unter den Verstößen wurde zudem ein 27-jähriger Ägypter ohne gültige Arbeitserlaubnis beschäftigt. Ein 29-jähriger Inder arbeitete ebenfalls ohne die erforderliche Aufenthaltsgenehmigung. Bei der Aktion wurden über 200 Kilogramm mutmaßlich illegal hergestellten Shisha-Tabak beschlagnahmt. Die Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit dauern noch an.
Die Kontrollen zeigen, wie weit verbreitet Arbeits- und Steuerverstöße in der Kölner Nachtlebenszene sind. Die Behörden prüfen die Fälle weiter – mit weiteren Maßnahmen gegen die Verantwortlichen ist zu rechnen. Medienanfragen können an Jens Ahland, den Pressesprecher des Hauptzollamts Köln, gerichtet werden.
