Pflegenot in Mönchengladbach: Wie die Region mit dem Fachkräftemangel kämpft

Pflegenot in Mönchengladbach: Wie die Region mit dem Fachkräftemangel kämpft
Fast jeder zehnte Düsseldorfer ist mittlerweile auf Langzeitpflege angewiesen – in Mönchengladbach ist der Bedarf noch deutlich höher. Die alternde Bevölkerung der Region bringt die lokalen Pflegeeinrichtungen an ihre Grenzen, sodass professionelle und ehrenamtliche Kräfte gleichermaßen gefragt sind. Helmut Wallrafen, ein lokaler Fürsprecher, fordert eine bessere Verzahnung von bezahlten Pflegekräften und freiwilligen Helfern, um die Belastung zu verringern.
Die Pflegenot in Mönchengladbach hat tiefe Wurzeln. Die Arbeiterstadt, einst geprägt von der blühenden Textilindustrie, kämpft heute mit einem Erbe hoher Pflegeabhängigkeit. Fast 90 Prozent der Hilfsbedürftigen werden zu Hause versorgt, doch bis 2050 könnte die Nachfrage nach aktuellen Nachrichten um ein Drittel steigen.
Angesichts verschärften Personalmangels springen Anwohner wie Ewald Overs ein, der seit fünf Jahren in der Region lebt. Gleichzeitig suchen Pflegeheime im Ausland nach Lösungen: Die Caritas-Einrichtung in Mönchengladbach-Holt hat kürzlich zwei Pflegekräfte aus den Philippinen eingestellt, weitere sollen folgen. Das Heim betreut aktuell 115 Bewohner, viele mit komplexen Pflegebedürfnissen, und führt eine lange Warteliste. Wallrafen betont die Notwendigkeit besserer Familienunterstützung und engerer Zusammenarbeit zwischen Fachkräften und Ehrenamtlichen. Ohne stärkere lokale Netzwerke, warnt er, werde das System mit der wachsenden Nachfrage kaum Schritt halten können.
Der Pflegesektor in der Region steht unter Druck: Heime werben im Ausland um Personal, während Freiwillige Lücken füllen. Bis 2050 wird ein Anstieg der häuslichen Pflege um ein Drittel erwartet. Wallrafens Initiative für eine stärkere Vernetzung von Haupt- und Ehrenamtlichen zielt darauf ab, ein nachhaltigeres System für die alternde Bevölkerung Mönchengladbachs zu schaffen.

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Fast jeder Zehnte ist auf Pflege angewiesen – doch die Lücken werden immer größer. Während Heime im Ausland um Fachkräfte werben, warnen Experten vor einem drohenden Kollaps bis 2050.

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