NRW-Einzelhandel 2025: Jeder zweite Händler verzeichnet Umsatzrückgänge
NRW-Einzelhandel 2025: Jeder zweite Händler verzeichnet Umsatzrückgänge
Einzelhändler in Nordrhein-Westfalen durchlebten 2025 ein schwieriges Jahr
Fast die Hälfte der Händler im Unternehmensregister von Nordrhein-Westfalen verzeichnete 2025 rückläufige Umsätze im Vergleich zu den Vorjahren. Zwar hielten sich einige Betriebe stabil oder wuchsen sogar, doch die Weihnachtsaison brachte für die meisten nicht den erhofften Aufschwung. Branchenvertreter warnen nun, dass steigende Kosten, schwache Verbraucherstimmung und veränderte Kaufgewohnheiten den traditionellen Einzelhandel unter Druck setzen.
Krefeld besonders betroffen In Krefeld zeigten sich die Herausforderungen besonders deutlich. Die Schließung eines großen Kaufhauses führte zu einem deutlichen Rückgang der Kundenfrequenz – selbst eine leichte Erholung der Besucherzahlen brachte kaum Umsatzsteigerungen. Viele fragen sich nun, ob 2026 Besserung oder weitere Stagnation bringt.
Laut Branchenumfragen verzeichneten 49 Prozent der Einzelhändler im Unternehmensregister von Nordrhein-Westfalen 2025 sinkende Umsätze. Ein weiteres Drittel konnte die Vorjahreswerte halten, während nur 19 Prozent Wachstum meldeten. Die Weihnachtszeit, normalerweise eine wichtige Stütze für den Handel, enttäuschte mehr als die Hälfte der Unternehmen.
Krefelds Einzelhandel im Abwärtstrend Die Lage in Krefeld spiegelte die landesweiten Trends wider. Die Schließung des Kaufhof-Warenhauses führte zu einem spürbaren Einbruch der Kundenzahlen, obwohl die Hochstraße später rund 180.000 zusätzliche Besucher verzeichnete. Christoph Borgmann, Leiter des örtlichen Werbegemeinschaft, sprach von einem "dramatischen Rückgang der Laufkundschaft". Sandra Lemke, Inhaberin von lechner + hayn, berichtete, dass die Dezember-Umsätze zwar denen des Vorjahres entsprachen – die stark gestiegenen Kosten jedoch die Gewinne schmälerten.
Mehrere Faktoren belasten den Handel Die Händler machten verschiedene Gründe für den Absatzrückgang aus. Hartmut Janßen, Vorsitzender des Einzelhandelsverbands, bezeichnete 2025 als ein "zermürbendes Jahr" – selbst die Weihnachtsgeschäfte verloren an Schwung. Markus Ottersbach, Geschäftsführer der regionalen Handelsgruppe, betonte, dass Krefelds Probleme kein Einzelfall seien, sondern Teil eines bundesweiten Trends. Unternehmen nannten steigende Löhne, Bürokratie und Verzögerungen bei städtischen Projekten als zentrale Hindernisse.
Lichtblicke und Anpassungsdruck Es gab auch positive Entwicklungen: Steffen Sommer, Mitinhaber einer Bäckereikette, stellte fest, dass Filialen am Stadtrand besser abschnitten als Standorte in der Innenstadt. Doch die Botschaft war klar: Der klassische Einzelhandel muss sich wandeln. Experten sehen Digitalisierung und verbesserte Einkaufserlebnisse als entscheidend für das Überleben.
Vorsichtiger Optimismus für 2026 Die Erwartungen für das kommende Jahr fallen verhalten aus. Mehr als die Hälfte der Unternehmen rechnet mit Stagnation, während knapp ein Drittel auf Wachstum oder Stabilität hofft. Die Erholung der Branche könnte davon abhängen, ob es gelingt, das Verbrauchervertrauen zurückzugewinnen und die Kosten im Griff zu behalten.
Gemischtes Fazit für den nordrhein-westfälischen Handel Die Zahlen zeichnen ein zwiespältiges Bild: Während eine Minderheit der Händler 2025 florierte, kämpften die meisten mit sinkenden Umsätzen und schrumpfenden Margen. Das Beispiel Krefeld – wo mehr Besucher nicht automatisch höhere Umsätze bedeuteten – unterstreicht die tiefgreifenden Herausforderungen.
Da die Prognosen für 2026 eher auf Stagnation hindeuten, setzen die Unternehmen auf Standortstrategien, Kostensenkung und digitale Lösungen. Ob diese Maßnahmen die schwache Kaufkraft und hohen Ausgaben ausgleichen können, bleibt abzuwarten.
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