24 December 2025, 10:33

Budget für das Haushaltsjahr 2026 Fehlen 30 Millionen Euro

Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Bäumen, Pfählen, Straßen, Fahrzeugen und Himmel.

Budget für das Haushaltsjahr 2026 Fehlen 30 Millionen Euro

Willichs Finanzlage hat sich dramatisch verschlechtert – die Stadt steht vor einer wachsenden Haushaltskrise. Am Mittwochabend präsentierte Finanzdezernent Dr. Raimund Berg den Entwurf für den Haushalt 2026 dem Stadtrat und legte dabei ein erwartetes Defizit von 29,53 Millionen Euro offen – ein deutlicher Rückgang gegenüber früheren Prognosen.

Die aktuellen Zahlen zeigen eine rasante Verschärfung der finanziellen Situation. Die laufenden Einnahmen für 2026 werden voraussichtlich um 4,27 Millionen Euro auf 191,42 Millionen Euro sinken, während die Ausgaben um 13,05 Millionen Euro auf 230,65 Millionen Euro steigen. Auch der pro-Kopf-Finanzierungssaldo der Stadt hat sich drastisch verschlechtert: Er klettert von 79,40 Euro im Jahr 2024 auf voraussichtlich 596 Euro 2026 – und liegt damit deutlich über dem Durchschnitt Nordrhein-Westfalens von 346,20 Euro.

Zu den wichtigsten Ausgabenposten im Haushalt 2026 zählen 11,9 Millionen Euro für Schulen und Sporteinrichtungen, 5,5 Millionen Euro für Straßen sowie jeweils 3 Millionen Euro für Kitas und das Kulturzentrum De Bütt. Weitere 2,7 Millionen Euro fließen in die Feuerwehr und den Rettungsdienst, während 6,5 Millionen Euro für Grundstückskäufe vorgesehen sind. Dr. Berg betonte die Dringlichkeit, die Betriebskosten für städtische Gebäude zu senken und sich auf rechtlich verpflichtende oder wirtschaftlich unverzichtbare Projekte zu konzentrieren. Zudem warnte er, dass ein mehrjähriges Sanierungskonzept unerlässlich sei, um die Finanzen der Stadt zu stabilisieren. Der Kreis Viersen und ein bestellter Experte werden diesen Prozess im Rahmen der Haushaltskonsolidierung begleiten.

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Der Stadtrat wird den Haushaltsentwurf sowie den mittelfristigen Finanzplan zunächst prüfen; weitere Beratungen und die endgültige Abstimmung sind für nächstes Jahr vorgesehen. Unterdessen hat sich auch das Defizit für 2025 bereits verschärft: Statt der bisher angenommenen 12,3 Millionen Euro wird nun mit 18,3 Millionen Euro gerechnet – ein Anstieg um 6 Millionen Euro.

Der Haushalt 2026 unterstreicht die zunehmende finanzielle Belastung Willichs, wo steigende Kosten und sinkende Einnahmen das Defizit auf fast 30 Millionen Euro treiben. Die Stadt muss nun einen langfristigen Sanierungsplan entwickeln, um die Krise zu bewältigen – unter Aufsicht der regionalen Behörden und Finanzexperten.